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Donnerstag, 16. Januar 2020

Columbo, Columbo - Das (inoffizielle) Buch zur Serie



Liebe Bahnhofskino-Hörer*innen,

ich schreibe wieder mal. Und zwar zu Columbo. Nicht nur einen Blogbeitrag, sondern ein ganzes Buch. Aber nur, wenn das auch jemand lesen möchte und ich es mir leisten kann.

Um das herauszufinden, habe ich all meinen Mut zusammengerafft und eine Startnext-Kampagne gestartet, über die ihr euch ein (oder mehrere) Exemplare meines Buchs Columbo, Columbo vorbestellen könnt. Sollte das Interesse groß genug sein, wird es Anfang 2021 erscheinen und eine 300+-seitige Liebeserklärung und kritische Wiederentdeckungsreise durch mehrere Jahrzehnte amerikanischer Fernsehgeschichte sein. Solltet ihr genauso viel für Peter Falk und seinen knittrigen Ermittler übrig haben, bestellt am besten gleich. Die Kampagne endet am 29. Februar. Und nicht nur gibt es die ersten 111 Bücher zum Freundschaftspreis von €21,90, sie bringen mein Projekt auch ordentlich in Schwung und ich muss nicht länger darüber nachgrübeln, ob jemand Columbo, Columbo lesen möchte.

Habt ihr Fragen? Oder wollt über Columbo sprechen? Oder sucht einfach einen kompetenten Gast zu abseitiger und damaliger Film- und Fernsehkultur für euren nächsten Podcast? Ihr erreicht mich wie gewohnt unter patrick[at]bahnhofskino.com.

Alles Gute und bis gleich drüben bei Startnext! 😉

Patrick

P.S.: Ich habe auch ein Video gedreht (weil ohne geht's bei solchen Crowdfundingkisten leider nicht). Phew!


Freitag, 20. Dezember 2019

#331: Das Leben des Brian (GB 1979)

Rechtzeitig zu den Feiertagen serviert das Bahnhofskino euch die erste Hälfte des ketzerischsten Double Features seit Existenz seiner Skandalfilmreihe. Aus Anlass der Geburt von Baby Yoda Jesus werfen unsere Co-Hosts einen euphorischen Blick zurück auf Das Leben des Brian (Monty Python's Life of Brian, 1979), der nicht nur in seiner britischen Heimat eine lautstarke Debatte um Kunst- und Meinungsfreiheit aufwarf. Inwieweit der Film wirklich ach-so-frevelhaft ist, welche Gags vierzig Jahre später immer noch so gut wirken wie einst (und welche weniger), und ob das Werk seit Erscheinen an Relevanz verloren hat, wird ausführlich von den beiden Python-Heads Lohmi und Gramsch erörtert. Hach!

In Teil 2 unseres This ain't your Daddy's Jesus-Doppels geht es nach den Feiertagen mit Die letzte Versuchung Christi (1988) weiter.

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Dienstag, 10. Dezember 2019

BEE56: Time Breaker (Get Mean, I/USA 1975)

Bahnhofskino Extended Edition #beepodcast LogoDefinitiv aus der Kategorie noch-nie-gehört, aber das will ja nichts heißen, wie wir aus plusminus 400 Episoden dieses Podcasts gelernt haben. Ob der mit dem wenig sinnvollen hiesigen Verleihtitel Time Breaker (Get Mean, 1975) gestrafte Film von Ferndinando Baldi ein verstecktes Juwel oder eine eher zu Recht vergessene Obskurität ist, klärt Patrick mit Special Guest André Wentzel, seines Zeichens Spezialist für Kino aus der zweiten Reihe. Die Vorzeichen sind jedenfalls positiv: Star Tony Anthony konnte die Rolle des Fremden bereits in drei zunehmend (w)irren Italowestern etablieren, bevor er sich dazu entschloss, seinen Helden in ein Zeitreiseabenteuer zu schicken. Klingt gut? Klar! Und ist auch mindestens, äh, halb so gut wie ihr es euch vorstellt.

Folgt dem Freund steiler Thesen André bei Twitter und hört in den Glotzcast rein, den er mehr oder weniger häufig an der Seite seines Co-Host Frank mit unbequemen Meinungen füllt. Lust auf mehr liebenswerten Italo-Nonsens mit André? Patreon- und Steady-Supporter können exklusiv sein Gespräch mit Patrick über den hirnschmelzenden Zombi 3 (1988) genießen.

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Dienstag, 26. November 2019

BEE55: Night Moves: Die heiße Spur (USA 1975)

Bahnhofskino Extended Edition #beepodcast LogoDer wunderbare Stefan Jung ist wieder mal zu Gast und hat - das sollte wirklich niemanden überraschen - einen ebenso wunderbaren Film dabei. Diesmal hat er gar richtig in die Vollen gelangt und einen persönlichen Liebling von Patrick dazu auserkoren, den beiden Herren den gemeinsamen Abend zu versüßen. Der zu Unrecht oft übersehene Night Moves: Die heiße Spur (1975) macht alles richtig und landet trotz Starbesetzung und maximaler Kunstfertigkeit dennoch meist nur auf den hinteren Plätzen, wenn die Meisterwerke des New Hollywood Cinema der 70er Jahre benannt werden. Ein Skandal, wie Patrick und Stefan finden, und folgen Regisseur Arthur Penn und seinem Star Gene Hackman in die Abgründe Hollywoods und der menschlichen Seele.

Hört mehr von Stefan und seinen schlauen Co-Moderatoren im hörenswerten Deep Red Radio Podcast. Stefan schreibt außerdem für das Filmblog Fluxkompensator. Seine Texte findet ihr in zahlreichen Heimkinoveröffentlichungen, beispielsweise im Booklet zum im Kürze erscheinenden Suicide Kings (1997).

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Freitag, 13. September 2019

Episode #319: Uhrwerk Orange (A Clockwork Orange, GB/USA 1971)

Glücklicherweise sind Daniel und Patrick zu zweit. Denn so lässt sich mancher harte Brocken innerhalb ihrer Skandalfilmreihe besser ertragen und sie können sich bei mentalen Aussetzern auch mal gegenseitig unter die Arme greifen. Aber trotz Schlaflosigkeit und Schnupfnase steckt viel Leidenschaft für Stanley Kubricks Uhrwerk Orange (A Clockwork Orange, 1971) in dieser Episode, in der die beiden Herren mit teils sehr unterschiedlichen kontroversen Aspekten des Filmklassikers zu kämpfen haben. Und die eigene jahrzehntelange Historie mit dieser einst verachteten und versteckten Literaturverfilmung kann man ja auch nicht einfach so beiseite wischen.

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Dienstag, 10. September 2019

BEE49: Woodoo - Die Schreckensinsel der Zombies (I 1979)

Bahnhofskino Extended Edition #beepodcast LogoDer wunderbare Alexander Sobolla besucht mal wieder das schmuddelige Bahnhofskino und hat einen Titel aus dem Schaffen des legendären Lucio Fulci dabei, der dieses Etablissements würdig ist: Woodoo - Die Schreckensinsel der Zombies (Zombi 2, 1979). Ja, genau, der Italo-Zombiefilm to end all Italo-Zombiefilms! Alexander und Patrick schwimmen mit den Haien in der Südsee, graben nach untoten Eroberern, pfeifen zu Fabio Frizzis Klängen, und entschlüsseln, wie Fulci und sein Drehbuchautor Dardano Sacchetti aus kaltem Kommerz ein Exploitation-Kunstwerk machten.

Folgt Alexander und seinem Co-Host René Hoffmann bei Twitter und genießt Schönes für die Ohren im Abspanngucker Podcast. Avanti, avanti!

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Hinweis: Patreon- und Steady-Unterstützer erhalten in diesem Monat exklusiv einen Director's Cut dieser Episode.

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Freitag, 6. September 2019

Episode #318: Leichen pflasten seinen Weg (F/I 1968) & Companeros (ESP/I/BRD 1970)

Wenn es sowas wie das offizielle Who-Is-Who des Italowesterns gäbe, mit dem Personal der heutigen Bahnhofskino Episode könnte man es mindestens zur Hälfte füllen. Tomás Milián, Franco Nero, Klaus Kinski, Luigi Pistilli, Fernando Rey und Gaststars wie Jean-Louis Trintignant und Jack Palance geben sich Klinke und Schießeisen in die Hand - und das in gleich zwei Filmen des legendären Sergio Corbucci. Dabei mag Leichen pflastern seinen Weg (Il grande silenzio, 1968) als der größere Klassiker gelten. Aber auch Lasst uns töten, Companeros a.k.a. Companeros (Vamos a matar, compañeros, 1970) bietet genug ohrenbetäubenden Irrsinn, um die müden Revolverhelden Gramsch und Lohmi ordentlich zu befeuern.

Timecodes:
  • 00:01:05 - 01:02:40 Filmgespräch Leichen pflastern seinen Weg (Sergio Corbucci, 1968)
  • 01:02:40 - 01:32:00 Filmgespräch Companeros (Sergio Corbucci, 1970)

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Podcast Download: Corbucci.mp3 (ca. 85 MB)

Montag, 26. August 2019

Episode #317: Shaft (USA 1971) & Death Machines (USA 1976)

Daniel und Patrick mögen zwar die smoothesten Stimmen in der deutschsprachigen Podcastlandschaft haben (*hüstel!*), so richtig glaubwürdig können sie sich aber nicht in die schwarze US-Kultur der frühen 70er Jahre eingrooven. Zum ziemlich wunderbaren Blaxploitation-Klassiker Shaft (1971) haben sie dennoch einiges zu sagen. Insbesondere Herrn Gramsch fehlen anschließend ein wenig der Worte angesichts der grandiosen Schundigkeit von Death Machines (DT: Die Todesmaschine, 1976). Sein Co-Host ist dafür umso verzauberter. Nicht zuletzt, weil der Lohmi sich wünscht, es gäbe deutlich mehr Filme, in denen Bösewichte gewaltsam durch eine Bazooka zu Tode kommen. Bam!

Timecodes:
  • 00:01:05 - 00:09:50 Hörerfeedback zu Once Upon a Time in Hollywood (2019)
  • 00:09:50 - 00.48:15 Filmgespräch Shaft (Gordon Parks, 1971)
  • 00:48:15 - 01:16:05 Filmgespräch Death Machines (Paul Kyriazi, 1976)

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Podcast Download: ShaftMachines.mp3 (ca. 75 MB)

Dienstag, 30. Juli 2019

BEE45: The Fifth Cord (Giornata nera per l'ariete, I 1971)

Bahnhofskino Extended Edition #beepodcast LogoPatrick und einer seiner liebsten Gäste, der ehrenwerte André Wentzel, genießen einen erstklassigen Giallo aus der der zweiten Reihe, der vor allem auf ästhetischer Ebene zu begeistern weiß. Zudem gibt Franco Nero vor der Kamera von Vittorio Storaro (Apocalypse Now) sein Bestes als bärbeißiger, saufender Journalist auf der Suche nach dem obligatorischen Mörder mit den schwarzen Handschuhen. Vor und nach dem sehr launigen Filmgespräch zu Ein schwarzer Tag für den Widder (Giornata nera per l'ariete AKA The Fifth Cord, 1971) von Luigi Bazzoni gibt es noch eindeutige Meinungen zu Christoph Waltz, schlechtem Schnaps und blöden Filmen von smarten Filmemachern.

Folgt André bei Twitter, Letterboxd und hört ihn im Glotzcast an der Seite seines Co-Hosts Frank.

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Freitag, 19. Juli 2019

Episode #312: Lady Snowblood (J 1973) & American Samurai (USA 1992)

Freund des Hauses und Podcastkollege Chris (Devils and Demons) tröstet Patrick über Daniels kurze Urlaubsabwesenheit mit martialischen Action-Extravaganzen hinweg. Zuerst lässt sich das Duo vom Cannon-Spätwerk American Samurai (1992) das Hirn frittieren. Dabei gibt es reduzierte Schauspielkunst und poetische Filmzitate hart an der Schmerzgrenze zu bestaunen. Ein Dutzend tote Wikinger und Barbaren später verdreht Meiko Kaji den Herren als Lady Snowblood (Shurayuki-hime, 1973) den Kopf. Dabei wird klar, dass Toshiya Fujitas legendärer Exploitationer so viel mehr ist als nur die Blaupause für Quentin Tarantinos Kill Bill (2003).

Folgt unserem Gast Chris bei Twitter oder packt ihn euch gleich auf die Ohren, sei es mit dem Horror Podcast Devils and Demons an der Seite seines Co-Host Pascal oder gemeinsam mit den Spürnasen von True Crime Germany.

Timecodes:
  • 00:01:05 - 00:45:30 American Samurai (Sam Firstenberg, 1992)
  • 00:45:30 - 01:17:15 (Ende) Lady Snowblood (Toshiya Fujita, 1973)

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Podcast Download: SnowSamurai.mp3 (ca. 80 MB)

Dienstag, 25. Juni 2019

BEE41: Two-Lane Blacktop (USA 1971)

Bahnhofskino Extended Edition #beepodcast LogoLange hat's gedauert. Und immerhin zwei Mal gastierte der olle Lohmi bereits beim Abspanngucker Podcast (zu High Noon und Outland sowie zum Lieblingsfilm, Der Tod trägt schwarzes Leder). Nun besucht Exil-Maltese Alexander Sobolla das schmuddelige Bahnhofskino mit einem untypisch hochklassigen Titel: Monte Hellmans ebenso unterhaltsames wie esoterisches Roadmovie Two-Lane Blacktop (1971) verzaubert die Herren dermaßen, dass sie über dem Filmgenuss und viel berechtigter Schwärmerei über schicke Autos, großartige Musik, Warren Oates und ein nahezu totes Subgenre des US-Kinos beinahe die Zeit vergessen. Steigt ein und reist mit!

Folgt Alexander und seinem Co-Host René Hoffmann bei Twitter und genießt 390 PS akustische Power im Abspanngucker Podcast.

Alexander und Patrick erwähnen übrigens diese sehr gelungene Hit Parade Episode über posthume Chart-Hits.

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Podcast Download: Blacktop.mp3 (ca. 100 MB)

Freitag, 17. Mai 2019

Episode #305: Das Böse (USA 1979) & Psycho II (USA 1983)

Zwei liebenswert-abgründige Thriller, die beide nicht genau wissen, wonach ihnen der Sinn steht, versüßen den Herren Gramsch und Lohmi den Wochenausklang. Vor allem aber sollten sich alle Freund*innen des fantastischen Films freuen, dass Don Coscarellis Das Böse (Phantasm, 1979) nicht länger als wegen Gewaltverherrlichung beschlagnahmter Titel gebrandmarkt ist. Zwar spritzt auch hier gelegentlich ein wenig Blutsuppe, aber ähnlich wie bei Norman Bates' Rückkehr in Psycho II (1983) liegt der Reiz des Films in seinem irrsinnigen Stilmix aus Groteske, Psychodrama und eiskaltem Horror. Die beiden Co-Hosts hatten jedenfalls ihren diebischen Spaß beim Gespräch über diese zwei Mini-Klassiker.

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Timecodes:
  • 00:01:10 - 00:30:10 Filmkritik Das Böse (Don Coscarelli, 1979)
  • 00:30:10 - 01:07:15 (Ende) Filmkritik Psycho II (Richard Franklin, 1983)

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Podcast Download: PhantasmPsycho2.mp3 (ca. 65 MB)


Bill Thornbury und Angus Scrimm in DAS BÖSE (Don Coscarelli, 1979). Quelle: Koch Media Blu-ray Screenshot (skaliert)

Freitag, 5. April 2019

Episode #301: All You Need Is Cash (GB/USA 1978) & Walk Hard - The Dewey Cox Story (USA 2007)

Daniel macht sich und seinem Co-Host Patrick ein verspätetes Geburtstagsgeschenk und zaubert die kurzweilige Satire auf das Lebenswerk der Beatles ins Podcastprogramm. Leider sind sich die beiden Herren weder hinsichtlich der Qualität der Gags in The Rutles: All You Need Is Cash (1978) noch der musikalischen Leistungen der Fab Four aus Liverpool einig. Bevor es allerdings zu hitzig wird, kühlt die weitgehend wohlwollende Einigkeit über Rocklegende Dewey Cox in Walk Hard (2007) die Gemüter. Phew! Das war knapp.

Hier findet ihr die von Patrick und Daniel genannten YouTube Clips zum Editing von Bohemian Rhapsody und die Walk Hard referenzierende Biopic-Kritik vom Patrick Willems.

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Timecodes:
  • 00:01:10 - 00:51:35 Filmkritik The Rutles: All You Need Is Cash (Eric Idle & Gary Weis, 1978)
  • 00:51:35 - 01:26:50 (Ende) Filmkritik Walk Hard - The Dewey Cox Story (Jake Kasdan, 2007)

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 RutlesWalkHard.mp3 (ca. 85 MB)

John C. Reilly und Jenna Fischer in WALK HARD (Jake Kasdan, 2007). Quelle: Verleih (Columbia Pictures)

Freitag, 1. März 2019

Episode #296: Straw Dogs (Wer Gewalt sät, GB/USA 1971)

Die Bahnhofskino Skandalfilmreihe geht in die zweite Runde. Nachdem sich Herr Gramsch und der Lohmi kürzlich an The Birth of a Nation (1915) die Zähne ausbeißen durften, schnappen nun die Straw Dogs (1971) an der Leine von Meisterregisseur Sam Peckinpah nach den beiden Co-Hosts. Zu gleichen Teilen gehasst und geliebt, vielerorts verboten und mancherorts gefeiert, ist Wer Gewalt sät... (DT) wie gemacht für ein spannendes Filmgespräch über die Grenzen des Zeigbaren, moralische Doppelstandards, faschistoide Tendenzen und die Frage, welches Geschlecht dieser Film mehr verachtet.

Mehr von Kontroversen befeuerte Schwärmereien Über Straw Dogs gibt es bei unseren Freunden Max und Christian von Wiederaufführung.

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Dustin Hoffmann in STRAW DOGS (Sam Peckinpah, 1971). Quelle: Screenshot Criterion Blu-ray (skaliert)

Montag, 25. Februar 2019

BEE29: Eiskalte Typen auf heißen Öfen (I 1976)


Italo-Connaisseur Heiko Hartmann besucht Patrick ein weiteres Mal, um einem schroffen Poliziottesco aus der zweiten Reihe die überfällige Aufmerksamkeit zu schenken. Ruggero (Cannibal Holocaust) Deodatos Eiskalte Typen auf heißen Öfen (Uomini si nasce poliziotti si muore, 1976) bereitet aber nicht nur Freude, sondern auch mittelschweres Kopfzerbrechen angesichts seiner fragwürdigen (oder fehlenden?) politischen Haltung, schlecht alternder Gags und der schäbigen Attitüde seiner Selbstjustiz-verliebten Protagonisten. Am Ende aber siegt der exploitative Spaß über zeitgemäße Erwartungen an Political Correctness - und das ist vermutlich gut so.

Lest Heikos sehr empfehlenswertes Blog Allesglotzer und werdet Mitglied im von ihm gegründeten Italo-Forum Dirty Pictures. Pronto!

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Freitag, 15. Februar 2019

Episode #294: Rocker (BRD 1972) & Die Sieger (D 1994)

Patrick lebte 25 Jahre lang mit überwiegend ekstatischen, doch zwiespältigen Gefühlen hinsichtlich Dominik Grafs Die Sieger (1994), der anno dazumal den deutschen Actionfilm auf internationales Niveau verfrachten sollte und kläglich an den Kinokassen scheiterte. Nun durften er und Sieger-Neuling Daniel den ambitionierten Möchtegern Director's Cut im Kino sehen. Was Graf einst versuchte, er triumphiert und scheitert, und inwieweit der Film die Wiederentdeckung lohnt, wird im nicht immer harmonischen Filmgespräch geklärt. Zuvor allerdings reisen die beiden Herren ins Hamburger Miljöö  und setzen Klaus Lemkes legendärem TV-Film Rocker (1972) ein akustisches Denkmal. Denn wer Rocker nicht kennt, der hat wahrscheinlich auch noch nie gebumst. Und wer bumsen kann, der kann auch saufen. Und Filme gucken. Oder so ähnlich.

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Timecodes:
  • 00:00:00 - 00:38:30 Filmkritik Rocker (Klaus Lemke, 1972)
  • 00:38:30 - 00:40:20 Der hörenswerte(!) Werbeblock
  • 00:40:20 - 01:32:15 (Ende) Filmkritik Die Sieger (Dominik Graf, 1994)

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Podcast Download: RockerSieger.mp3 (ca. 90 MB)

Herbert Knaup in Die Sieger (Dominik Graf, 1994). Quelle: Bavaria Film

Dienstag, 22. Januar 2019

BEE26: Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster (J 1971)

Wieder einmal besucht der fabelhafte André die Bahnhofskino Extended Edition, um seine Expertise zum elften und vermutlich ungewöhnlichsten Godzilla-Film aus den Toho Studios zum Besten zu geben. Und diese wird dringend benötigt, denn Patrick brilliert angesichts der kenntnisreichen Begeisterung seines Gastes vor allem mit glänzenden Kinderaugen bei maximaler Ahnungslosigkeit. Naja, ganz so schlimm wird es nicht. Und sowieso macht es Yoshimitsu Bannos funky Beitrag zur Godzillareihe allen Monsterfilmfans und solchen, die es werden wollen, leicht, sich in den Titelhelden und dessen schlackigen Gegenspieler Hydrox zu verlieben - selbst Kaijū Eiga-Ignoranten wie dem ollen Lohmi.

André und sein Co-Host Frank sind im jüngst reaktivierten Glotzcast zu hören.


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Dienstag, 8. Januar 2019

BEE24: Atemlos vor Angst (Sorcerer, USA 1977)

Die Wege Patricks und seines Gastes Stefan Jung kreuzten sich bereits mehrfach: sei es im echten Leben in schummrigen Berliner Programmkinos, in ihrer gemeinsamen Episode zu Mike Hodges' Get Carter (1972), oder bei der Mitwirkung an Panos Cosmatos' Mandy (2018) [Amazon-Link] für  das Heimkino. Aber zum ersten Mal hat Stefan sein großes Steckenpferd, das New Hollywood Cinema, im Gepäck. Und dann auch noch mit einem der bemerkenswertesten Vertreter seiner Spezies. Denn William Friedkins Atemlos vor Angst (Sorcerer, 1977) ist viel mehr als nur ein Remake des Klassikers Der Lohn der Angst (1953) sondern der wahnwitzige Kraftakt eines Regisseurs, der bereits alles in seiner jungen Karriere erreicht zu haben scheint. Friedkin forderte das Schicksal heraus -- und verlor. Doch gut vier Jahrzehnte nach seinem von schlechten Kritiken und leeren Kinosälen begleitetem Erscheinen sorgt Friedkins brachialer Thriller für mehr abgekaute Fingernägel und Wertschätzung als je zuvor. Die Gründe hierfür und vieles mehr erfahrt ihr in dieser Episode.

Hört mehr von Stefan Jung und seinen Popkultur-kundigen Kollegen im höchst empfehlenswerten Deep Red Radio Podcast. Viel Lesenswertes von ihm und anderen talentierten Filmschreibern ist außerdem im nigelnagelneuen Filmblog Fluxkompensator zu finden.

Um weitere Episoden des Bahnhofskino Extended Edition (BEE) zu hören, füttert euren Podcatcher mit diesem Feed, abonniert BEE bei iTunes, Spotify, TuneIn oder Stitcher, oder lest regelmäßig dieses Blog.

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Freitag, 21. Dezember 2018

Episode #288: Der Herr der Ringe (USA 1978) & Die Geister, die ich rief (USA 1988)

Es hätte so schön sein können: Gandalf, Geister, Glühwein und gute Laune standen bereit, um die Feiertage akustisch adäquat einzuläuten. Und zumindest mit Der Herr der Ringe (The Lord of the Rings, 1978) taten wir einen Glücksgriff bei der heutigen Filmauswahl, denn Ralph Bakshis animierte 62 Prozent von J.R.R. Tolkiens Klassiker können trotz manch offensichtlicher Schwäche bis heute begeistern. Leider kann man selbiges von Die Geister, die ich rief... (Scrooged, 1988) nicht behaupten, der sich in unserer Wahrnehmung seit seinem Erscheinen von der okay-ischen Klamotte zum mittelgroßen Ärgernis entwickelt hat. Aber hört selbst!

Wie zu Beginn erwähnt haben Daniel und Paula (Spätfilm Podcast) Scrooged 24 weihnachtliche Episödchen in ihrem Podcast-Adventskalender 2016 gewidmet.

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Timecodes:
  • 00:01:10 - 00:55:05 Kritik Der Herr der Ringe (Ralph Bakshi 1978)
  • 00:55:05 - 01:36:05 (Ende) Kritik Die Geister, die ich rief... (Richard Donner, 1988)

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Podcast Download:
RingeScrooged.mp3 (ca. 80 MB)

Bill Murray in SCROOGED (Richard Donner, 1988). Quelle: Screenshot Paramount DVD (skaliert)

Freitag, 16. November 2018

Episode #283: Coffy - Die Raubkatze (USA 1973) & Black Dynamite (USA 2009)

Endlich ist es mal wieder Zeit für saftige Blaxploitation in unserer bescheidenen Hütte. Dabei geht es nicht nur um stolze Frauen, stählerne Männer und all die Pimps und Pusher, die ihnen das Leben schwer machen. Wir suchen auch Antworten auf die ganz großen Fragen, die uns auf der Seele und unter den Nägeln brennen: Wie viel Politik und Political Incorrectness steckt in Coffy (1973)? Wie hoch ist die Quote erfolgreicher Gags in Black Dynamite (2009)? Und wie nähern wir, zwei weiße Dudes mittleren Alters, uns eigentlich dem afroamerikanischen Exploitationkino?

Hört Bahnhofskino hier, bei iTunesSpotifyTuneInStitcherDeezer und überall, wo es etwas auf die Ohren gibt.

Neu: Bahnhofskino Extended Edition! Um Patricks Podcastprojekt zu hören, füttert euren Podcatcher mit diesem Feed, abonniert BEE bei iTunesSpotifyTuneIn oder Stitcher, oder lest regelmäßig dieses Blog.

Kommende Attraktionen der Kinder vom Bahnhofskino findet ihr auf der Website des Filmrauschpalasts Moabit und auf ihrer Facebookseite.

Timecodes:
  • 00:00:00 - 00:06:50 Weiße Jungs und schwarzes Kino - geht das?
  • 00:06:50 - 00:44:10 Kritik Coffy (Jack Hill, 1973)
  • 00:44:10 - 01:11:40 (Ende) Kritik Black Dynamite (Scott Sanders, 2009)

Podcast abspielen:


Podcast Download: Coffy_BlackDynamite.mp3 (ca. 70 MB)


Pam Grier in COFFY (Jack Hill, 1973). Quelle: Screenshot Olive Films Blu-ray (skaliert)