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Freitag, 26. Juli 2019

Episode #313: Heat (USA 1995)

Nachdem wir dem Oeuvre von Michael Mann jahrelang ohne böse Absicht aus dem Weg gegangen sind, widmen wir uns in diesem Sommer umso heftiger und öfter dem Schaffen der ziemlich legendären Regiekoryphäe. Viele halten Heat (1995) gar für sein Meisterwerk. Nicht nur brachte der Film Al Pacino und Robert De Niro erstmal gemeinsam vor eine Kameralinse, auch der Rest der Besetzung ist geradezu delikat. Und auch technisch fährt Mann alle Geschütze auf, von krachenden Gewehrschüssen bis zum treibenden Score von Elliot Goldenthal, Brian Eno, Moby und Konsorten. Aber hält das eiskalte Actionfeuerwerk auch dramaturgisch, was die Inszenierung verspricht? Daniel und Patrick nehmen auf der Fernsehcouch Platz, lassen die Knöchel knacken und gehen in gut einer Stunde nicht nur dieser Frage auf den Grund.

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Lesestoff und Hörspiele rund um Daniels Comicheldin Alina Fox könnt ihr unter AlinaFox.de bestellen. Reinschnuppern bitte beim Comicwerk.

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Podcast Download: Heat.mp3 (ca. 60 MB)

Dienstag, 25. September 2018

BEE10: Mindhunters (USA 2004)

Wer Patricks Podcast nicht erst seit gestern hört, weiß, dass es eine exklusive kleine Gruppe an RegisseurenInnen gibt, die er nahezu bedingungslos liebt. Renny Harlin gehört auf jeden Fall dazu. Glücklicherweise ist Mindhunters (2004) alles andere als eine Gurke sondern ein zu Unrecht vergessenes Stück brillanter Mumpitz, der sich als generischer Actioner plant. Die Besetzung mit Kinohelden wie Val Kilmer, Christian Slater und Charisma-Honigtopf LL Cool J ist dabei sowas wie die Kirsche auf dem Slasher-Törtchen. Und das mundet nicht nur dem ollen Lohmi, sondern auch einem gern gesehenen Lieblingsgast im Bahnhofskino, Dennis Bastian vom Lichtspielcast. Guten Appetit!

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Freitag, 27. Februar 2015

Episode #110: Blue Hawaii (USA 1961) & Top Secret! (USA 1984)

In der Hoffnung, dass Elvis' Hüftschwung, die tropische Sonne und jede Menge 50s und 60s Rock Music den trüben Februar etwas erträglicher machen, haben sich der Lohmi und Herr Gramsch in dieser Woche für einen Podcast über Blaues Hawaii (OT: Blue Hawaii, 1961) und Top Secret! (1984) entschieden. Eine Wahl, die sich gelohnt hat. Selten waren die beiden Herren entspannter, fröhlicher und braun gebrannter nach einer Aufnahme-Session. Und dann auch noch diese Starbesetzung: der King of Rock! Val Kilmer! Angela Lansbury! Peter Cushing! Omar Sharif! Das sollte Musik in jedermanns Ohren sein---

Im Intro dreht sich alles um (mit Amazon-Links, soweit verfügbar) Beasts of the Southern Wild (2012), The Americans: Season 1 (2013), Scanners (1981), Alan Partridge: Alpha Papa (2013), The Immigrant (2013), Die Abenteuer des jungen Indiana Jones (1992-1996) und The Amazing Spider-Man 2 (2014).

Lob, Kritik, Filmwünsche und alles, was ihr schon immer loswerden wollte, bitte an patrick@bahnhofskino.com.

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Mittwoch, 16. Januar 2013

Spartan (D/USA 2004) ...verdient eine zweite Chance

Es dauerte Jahre, bis sich ein deutscher Verleih dazu herabließ, David Mamets fantastischen Thriller Spartan auf das hiesige Publikum los zu lassen. Leider war dem Film keine Premiere im Lichtspielhaus vergönnt und so fand er sich hierzulande irgendwann mitsamt einem generischen Cover in der Action & Thriller-Ecke eurer Lieblingsvideothek und/oder in der Grabbelkiste des örtlichen Elektronikfachmarkts wieder. War man vielleicht von den US-Einspielergebnissen enttäuscht oder hat der deutsche Co-Produzent ApolloMedia nur mal schnell steuerpflichtige Gelder ins Ausland gekarrt ohne das Verlangen, uns den Film auch zu zeigen? Egal. Die Blu-Ray Premiere dieses zu Unrecht missachteten Thrillers rechtfertigt einen kurzen Blick zurück auf Val Kilmers finest hour seit dem Die Insel des Dr. Moreau-Remake.


US-Poster. Quelle: Warner

Wie von Autor-Regiesseur Mamet (Glengarry Glen Ross, House of Games) nicht anders zu erwarten, präsentiert er uns auch in Spartan in Sprechgesang vorgetragene, geschliffene Dialoge, die man im Kino immer seltener findet. Und welche Story erzählen uns diese? Kilmer spielt Special Agent Scott, den Mann fürs Grobe, der ein FBI-Team bei der Suche nach der entführten Tochter eines hochrangigen (ähem, sehr hochrangigen) Staatsabgeordneten unterstützen soll. Ihm zur Seite steht der junge Agent Curtis (Derek Luke) und ein Team aus Entführungs- und Spionagespezialisten. Doch schon kurz nach Beginn der Jagd auf die Übeltäter gerät Scotts Bild der Situation ins Wanken, Motive seiner Mitspieler werden unklarer und die Unterscheidung zwischen Schwarz und Weiß, Gut und Böse immer schwieriger.

Wenn sich das jetzt alles sehr schwammig und nach der Handlung eines jeden zweiten Politkrimis anhört, so ist das beabsichtigt. Spartan beginnt auf narrativer Ebene überraschend konventionell. Mamet bedient sich fast schon stereotypischer Plotelemente neuerer Thriller wie Das Schweigen der Lämmer (1991) und seines eigenen Films Homicide (1991). Nicht so sehr die Prämisse dieses Streifens ist aber bemerkenswert als vielmehr die unkonventionellen, zwielichtigen Charaktere und deren chiffrierte Lingo. Letztere ist anfangs überwiegend kryptisch und gibt Details des Plots nur langsam preis. Wer genau wurde entführt? Wer will Nutzen aus der Entführung schlagen und wer weiß mehr als er vorgibt? Ach ja, und wer genau ist dieser einsame Wolf Scott eigentlich? Mamet spielt mit der Ungewissheit des Zuschauers und überrascht immer wieder mit neuen Fakten und Sprüngen in der Handlung, die einem wiederholt den Atem rauben. Perfide ist wohl das beste Wort, um sein Drehbuch zu beschreiben und das Sehvergnügen am Film ist wohl überwiegend davon abhängig, ob man auch an früheren, atmosphärisch ähnlichen Werken des Auteurs wie State and Main (2000) und seinem preisgekrönten Drehbuch für Glengarry Glen Ross (1992) Freude hatte. Mamet bleibt sich selbst treu und hat trotzdem mit Spartan einen Thriller geschaffen, der seine sprachliche und inszenatorische Brillanz auch einem breiten Publikum zu vermitteln mag.

Derek Luke und Val Kilmer. Quelle: Warner

Nun ja, gemessen am finanziellen Erfolg war's wohl wieder ein Schlag ins Wasser für den Regisseur. Aber seit wann sagen denn Einspielergebnisse etwas über die Qualität eines Films aus? Spartan ist ein intelligenter, brillant besetzter Actionthriller, dessen kleine Brüche in der Logik von einem treibenden Soundtrack und sorgsam komponierten Scope-Bildern problemlos überspielt werden. Die Darsteller sind allesamt hervorragend. Bahnhofskino-Liebling Val Kilmer weiß als bärbeißiger Tough Guy wie gewohnt zu überzeugen, Luke vermittelt in seiner Rolle genau die richtige Balance zwischen Professionalität und Unsicherheit, um uns als Identifikationsfigur in diesem Netz aus Intrigen zu dienen. William H. Macy, ein Stammschauspieler im Mamet-Ensemble, ist gewohnt hervorragend und Ed O'Neill schüttelt als griesgrämiger Abhörprofi Burch selbst letzte Spuren seiner Al Bundy-Ära ab.

Fazit: Good stuff. Angucken!

Dienstag, 20. November 2012

Episode #20: Heathers (USA 1988) & True Romance (USA 1993)

Stört es euch, wenn wir schon mal während der Aufnahme einer Episode nervös summend nach dem roten Faden suchen? Oder das Telefon klingelt und sich die Frage im Raum breit macht, wer denn nun abnimmt? Oder live on tape die Erinnerung verblasst, wo und wann wir einen Film zum ersten Mal sahen? Falls ja, so wendet eure Blicke und Ohren von diesem Podcast ab und sucht euch eine schöne Alternative. Allen treu Verbliebenen präsentieren in dieser Woche den Christian Slater Double Whopper mit zwei seiner entzückendsten Filme. Zum einen Heathers, der in unseren Breiten viel zu lange unter dem dämlichen Titel Lethal Attraction Kinos und TV-Röhren bespielte. Außerdem sprechen wir über Tony Scotts (R.I.P.) True Romance, der Adaption des ersten Drehbuchs von Quentin Tarantino. Ein Dutzend Weltstars geben sich die Klinke in die Hand und produzieren ein mit Popkulturzitaten gespicktes, blutiges Festtags-Fresschen. Bon Appetit!

Außerdem ein paar schöne Filmtipps im Intro und wie immer viel Rock'n Roll, Koks und gute Laune mit dem ollen Lohmi und Herrn Gramsch.


Bock auf noch mehr Tarantino Podcast Goodness? Guckt mal hier und hier.

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