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Dienstag, 13. März 2018

NIGHTMARE-dication 1984-2010: Albträume sind die beste Medizin

Nightmare - Mörderische Träume (1984)

"Stay Awake" in A NIGHTMARE ON ELM STREET (1984). Quelle: Screenshot Warner Blu-ray (skaliert)
"Stay Awake" in A NIGHTMARE ON ELM STREET (1984). Quelle: Screenshot Warner Blu-ray


Nightmare II - Die Rache (1985)

"Sta-Up" in A NIGHTMARE ON ELM STREET 2: FREDDY'S REVENGE (1985). Quelle: Screenshot Warner Blu-ray (skaliert)
"Sta-Up" in A NIGHTMARE ON ELM STREET 2: FREDDY'S REVENGE (1985). Quelle: Screenshot Warner Blu-ray


Nightmare III - Freddy Krueger lebt (1987)

"Hypnocil" in A NIGHTMARE ON ELM STREET 3: DREAM WARRIORS (1987). Quelle: Screenshot Warner Blu-ray (skaliert)
"Hypnocil" in A NIGHTMARE ON ELM STREET 3: DREAM WARRIORS (1987). Quelle: Screenshot Warner Blu-ray


Nightmare on Elm Street 4 (1988)

"Percadan"(?) in A NIGHTMARE ON ELM STREET 4: THE DREAM MASTER (1988). Quelle: Screenshot Warner Blu-ray (skaliert)
"Percadan"(?) in A NIGHTMARE ON ELM STREET 4: THE DREAM MASTER (1988). Quelle: Screenshot Warner Blu-ray


Freddy's Nightmares (1988-1990) [TV]

Unbekannter Wachmacher in FREDDY'S NIGHTMARES: A NIGHTMARE ON ELM STREET THE TV SERIES (1988-1990). Quelle: archive.org
Unbekannter Wachmacher in FREDDY'S NIGHTMARES: A NIGHTMARE ON ELM STREET THE TV SERIES (1988-1990). Quelle: archive.org


Freddys Finale - Nightmare on Elm Street 6 (1991)

"Valium" in FREDDY'S DEAD: THE FINAL NIGHTMARE (1991). Quelle: Screenshot Warner Blu-ray (skaliert)
"Valium" in FREDDY'S DEAD: THE FINAL NIGHTMARE (1991). Quelle: Screenshot Warner Blu-ray


Freddy's New Nightmare (1994)

Unbekannte Einschlafhilfe in WES CRAVEN'S NEW NIGHTMARE (1994). Quelle: Screenshot Warner Blu-ray (skaliert)
Unbekannte Einschlafhilfe in WES CRAVEN'S NEW NIGHTMARE (1994). Quelle: Screenshot Warner Blu-ray


Freddy vs. Jason (2003)

"Hypnocil" in FREDDY VS. JASON (2003). Quelle: Screenshot New Line Home Entertainment DVD (skaliert)
"Hypnocil" in FREDDY VS. JASON (2003). Quelle: Screenshot New Line Home Entertainment DVD

"Wake Aid" in FREDDY VS. JASON (2003). Quelle: Screenshot New Line Home Entertainment DVD (skaliert)
"Wake Aid" in FREDDY VS. JASON (2003). Quelle: Screenshot New Line Home Entertainment DVD

"Hypnocil" in FREDDY VS. JASON (2003). Quelle: Screenshot New Line Home Entertainment DVD (skaliert)
"Hypnocil" in FREDDY VS. JASON (2003). Quelle: Screenshot New Line Home Entertainment DVD


A Nightmare on Elm Street (2010)

"Zoneral" in A NIGHTMARE ON ELM STREET (2010). Quelle: Screenshot Warner DVD (skaliert)
"Zoneral" in A NIGHTMARE ON ELM STREET (2010). Quelle: Screenshot Warner DVD

Freitag, 23. Februar 2018

Podcast #248: Nightmare 6: Freddys Finale (USA 1991) & Freddy's New Nightmare (USA 1994)

Das Leben ist ein Auf und Ab. Und ähnlich verhält es sich mit diesem Podcast. Nach dem - zumindest in Patricks Augen - qualitativen Höhenflug unserer letzten Episode diesmal gleich zwei Filme einen erbitterten Kampf um den Titel der Schreckgespenst der Woche. Krankt Freddys Finale (Freddy's Dead: The Final Nightmare, 1991) vor allem an einer gewissen Beliebigkeit und Müdigkeit, die sich im Nightmare-Universum breit macht, so hat Freddy's New Nightmare (Wes Craven's New Nightmare, 1994) fast das gegenteilige Problem. Aber wie kritisiert man einen Film mit Anstand, der sich für seine mäßig originellen Ideen so leidenschaftlich auf die eigenen Schultern klopft?

Hört Bahnhofskino hier, bei iTunesSpotifyTuneInStitcherDeezer und überall, wo es etwas auf die Ohren gibt.

Timecodes:
  • 00:00:00 - 00:50:35 Kritik Freddys Finale: Nightmare 6 (Rachel Talalay, 1991)
  • 00:50:35 - 01:34:05 (Ende) Kritik New Nightmare (Wes Craven, 1994)

Podcast abspielen:

Freitag, 9. Februar 2018

Podcast #246: Freddy's Nightmares [TV] (1988-1990) & Nightmare 5: Das Trauma (USA 1989)

Wir wussten ja, dass es nicht ewig so weitergehen konnte. Nach vier Kapiteln nackten Horrors und sardonischen Humors widerfährt Freddy Krüger genau das, was bereits Dutzenden von TV- und Kinohelden zum Verhängnis wurde: er wird Vater. Fast genau so tragisch: ein halbherzig produziertes TV-Spinoff, mit Kulissen und Charakteren von der New Line Cinema-Resterampe. Ihr merkt schon: wir sprechen über den Beginn der qualitativen Abwärtsspirale der Nightmare-Reihe in Form von Freddy's Nightmares (TV, 1988-1990) und dem fünften Kinofilm Das Trauma (A Nightmare on Elm Street: The Dream Child, 1989).

Hört Bahnhofskino hier, bei iTunesSpotifyTuneInStitcherDeezer und überall, wo es etwas auf die Ohren gibt.

Timecodes:

Podcast abspielen:


Podcast Download: http://traffic.libsyn.com/bahnhofskino/Bahnhofscast_Episode_246.mp3 (ca. 105 MB)


Robert Englund als Freddy Krüger in NIGHTMARE ON ELM STREET 5: DAS TRAUMA (1989). Quelle: New Line Cinema

Freitag, 26. Januar 2018

Podcast #244: Nightmare 3: Freddy Krüger lebt (USA 1987) & A Nightmare on Elm Street 4 (USA 1988)

Trotz der seit Beginn unserer Nightmare on Elm Street-Reihe anhaltenden Albträume und meiner wahrhaft gruseligen Erkältung habe ich mich mit Dream Master Gramsch zusammengefunden, um die weiteren Abenteuer des Mannes mit dem Messerhandschuh zu begutachten. Zuerst stürzen wir uns mit Nightmare 3: Freddy Krueger lebt (A Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors, 1987) auf einen vor und hinter den Kulissen prominent besetzten fan favourite der Saga und debattieren darüber, ob er seinem quasi-legendären Ruf gerecht wird. Anschließend haben wir großen Spaß mit MTV-Freddy, der sich in A Nightmare on Elm Street 4: The Dream Master (1988) unter der fachkundigen Regie von Bahnhofskino-Liebling Renny Harlin weitgehend ohne Grusel, aber actionreich durch die Reihen unbedarfter Teenies metzelt.

Hört Bahnhofskino hier, bei iTunesSpotifyTuneInStitcherDeezer und überall, wo es etwas auf die Ohren gibt.

Timecodes:
  • 00:00:00 - 00:54:30 Kritik Nightmare 3 - Freddy Krueger lebt (Chuck Russell, 1987)
  • 00:54:30 - 01:30:55 (Ende) Kritik Nightmare on Elm Street 4 (Renny Harlin, 1988)

Podcast abspielen:


Podcast Download: http://traffic.libsyn.com/bahnhofskino/Bahnhofscast_Episode_244.mp3 (ca. 104 MB)


Freddy Krüger (Robert Englund) und Alice (Lisa Wilcox) in A NIGHTMARE ON ELM STREET 4 (1988). Quelle: Warner Bros.

Freitag, 19. Januar 2018

Podcast #243: Nightmare - Mörderische Träume (USA 1984) & Nightmare 2: Die Rache (USA 1985)

Treue Hörer des Podcast können sich daran erinnern, dass die beiden traumhaften Herren Lohmi und Gramsch bereits vor knapp fünf Jahren erstmals über A Nightmare on Elm Street (1984) sprachen. Im Sinne des politischen Credos Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern? lassen sie ihre Erinnerungen an den modernen Klassiker neu erblühen und fügen frische Eindrücke hinzu. Ähnlich viel Wertschätzung widmen sie dem unterschätzten Schnellschuss-Sequel Nightmare 2: Die Rache (A Nightmare on Elm Street Part II: Freddy's Revenge, 1985), das bei der Erkundung des sexuellen Erwachens seines Protagonisten auf hohem Niveau scheitert.

Hört Bahnhofskino hier, bei iTunesSpotifyTuneInStitcherDeezer und überall, wo es etwas auf die Ohren gibt.

Timecodes:
  • 00:00:20 - 00:57:50 Kritik Nightmare: Mörderische Träume (Wes Craven, 1984)
  • 00:57:50 - 01:47:30 (Ende) Kritik Nightmare 2: Die Rache (Jack Sholder, 1985)

Podcast abspielen:


Podcast Download: http://traffic.libsyn.com/bahnhofskino/Bahnhofscast_Episode_243.mp3 (ca. 98 MB)

Deutsches Kinoplakat NIGHTMARE: MÖRDERISCHE TRÄUME (1984). Quelle: New Line Cinema

Freitag, 18. September 2015

Podcast #137: Lizenz zum Töten (GB 1989) & Scream - Schrei! (USA 1996)

Die Ära Dalton geht bereits mit seinem zweiten Einsatz als James Bond zu Ende. Wir berichten, inwieweit uns der 007 aus Wales in dieser Zeit von seinen Qualitäten als Geheimagent überzeugen konnte und warum es nach diesem 80s Bond to end all 80s Bonds wahrscheinlich für alle Beteiligten ratsam war, eine kreative Pause einzulegen. Bevor wir uns aber Lizenz zum Töten (Licence to Kill, 1989) zuwenden, werfen wir einen kritischen Blick auf Scream (1996), der vor knapp zwei Jahrzehnten die Karriere von Wes Craven und zu einem nicht unwesentlichen Teil das gesamte Horrorgenre neu belebte. Aber fühlen sich Humor und Thrills noch genau so frisch an wie einst? Wir haben darauf eine eindeutige Antwort.

Im Intro sezieren wir mehr oder weniger kurz (mit Amazon-Links, sofern verfügbar) Turbo Kid (2015), 24: Live Another Day (2014) und Hamlet (1996).

Timecodes:
00:00:25 - 00:31:55 Der filmische Wochenrückblick
00:21:45 - 01:02:25 Scream (Wes Craven, 1996)
01:02:25 - Ende Lizenz zum Töten (John Glen, 1989)

Lob, Kritik und Filmwünsche bitte an patrick[at]bahnhofskino.com.

Lust auf noch mehr Wes Craven? Hier findet ihr unsere Podcasts zu The Last House on the Left (1972) und A Nightmare on Elm Street (1984) sowie einen Beitrag zu Nightmare 3 - Dream Warriors (1987).

Podcast abspielen:

Podcast Download: http://traffic.libsyn.com/bahnhofskino/Bahnhofscast_Episode_137.mp3 (ca 99 MB)

Drew Barrymore als Casey in Scream (1996). Quelle: Dimension Films

Montag, 7. September 2015

Bonus Podcast #15: The Last House on the Left (USA 1972)

US-Kinoplakat zu The Last House on the Left. Quelle: Sean S. Cunningham Films Ltd.
Gemeinsam mit Daniel a.k.a. Bartel von Multiple Filmstörung huldigt Patrick dem kürzlich verstorbenen Wes Craven, indem er noch einmal akustisch das mit Abstand sleazigste Werk dieses großen Filmemachers Revue passieren lässt. Die beiden Herren sprechen über Zensur, Doppelmoral, freiwillige bzw. unfreiwillige Komik, und nicht zuletzt über Ingmar Bergmans Film Die Jungfrauenquelle (1959), der Craven die Inspiration für The Last House on the Left (DT: Mondo Brutale / Das letzte Haus links, 1972) lieferte. Außerdem: unnötige und gute Remakes, frühe Horrorfilm-Erfahrungen, und der mehr oder weniger routinierte Umgang mit einer Audio-Aufnahme zwischen Tür und Angel.

To avoid fainting, keep repeating: It's only a podcast. Only a podcast. Only a podcast...

Folgt Multiple Filmstörung bei Facebook.

Podcast Player:
Podcast Download: http://traffic.libsyn.com/bahnhofskino/Bahnhofscast_Bonus_15.mp3 (ca. 49 MB)


Montag, 31. August 2015

Ruhe in Frieden, Wes Craven

Wir trauern um Wes Craven (The Last House on the Left [1972], Scream [1996]), dessen Lebenswerk und sein Mut, konventionelle Erzählmuster des Horrorfilms immer wieder zu hinterfragen und auf den Kopf zu stellen, das Genrekino der letzten vier Jahrzehnte entscheidend geprägt haben. Craven verstarb am gestrigen 30. August an den Folgen eines Krebsleidens. Er wurde 76 Jahre alt. Unsere Gedanken zu Nightmare - Mörderische Träume (A Nightmare on Elm Street, 1984) in einem Podcast aus dem Jahr 2013 findet ihr hier.

Regisseur Edgar Wright (Shaun of the Dead, Hot Fuzz) hat in seinem Blog einen wunderschönen Nachruf verfasst.

Outlaw Vern, dessen Website und Steven Seagal-Monographie absolute Pflichtlektüre sind, findet ebenfalls mitreißende Worte zu Cravens Tod.

David Jenkins teilt bei Little White Lies eine persönliche Erinnerung an Shocker (1989) mit uns.

Thomas Groh vermittelt in seinem Nachruf in der taz eindrucksvoll, welche wichtige Rolle das Schaffen Cravens im modernen Genrekino spielte.

Tim Lucas verrät uns einige Einflüsse auf die Werke des Regisseurs.

Wes Craven ist tot. Quelle: https://twitter.com/wescraven/status/638161499043688448
Bildquelle: https://twitter.com/wescraven/status/638161499043688448

Freitag, 27. September 2013

Podcast #58: Nightmare - Mörderische Träume (USA 1984) meets Fright Night - Die rabenschwarze Nacht (USA 1985)

Are you ready for Freddy... and for Jerry, the Vampire? Der Lohmi und Herr Gramsch tauchen ein in saftig-süß-klebrigen US-Horror der 80er Jahre und palavern über Wes Cravens Meisterwerk A Nightmare on Elm Street (1984) und Tom Hollands Fright Night (1985). Wir sprechen über eine Zeit, als Chris Sarandon noch beinahe ein Star und Johnny Depp beinahe ein Niemand war. Eine Zeit, als Vampire noch gruselig waren und man an jeder Ecke Freddy Krüger-T-Shirts kaufen konnte und der Lohmi darin einschlief. Ja, das war schön damals. Heute trägt er nur noch Katy Perry-Tanktops... *seufz!*

Unser Rückblick auf Filme der Woche im extra-langen Intro und passende Amazon-Links dazu: Riddick (2013), Camp 14: Total Control Zone (2012), Die Muppets (2011), The Butterfly Effect (2004), Louie - Season 2 (2011), True Blood - Season 5 (2012) und viele, viele Gedanken zu Dexter (2006-2013).

Lob, Kritik, Korrekturen und Filmwünsche bitte an patrick@bahnhofskino.com.

Der Bahnhofskino Podcast bei iTunes und Stitcher
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...und auf der Facebookseite gibt's noch mehr Bahnhofskino zu genießen.

Podcast abspielen:


Podcast Download: http://traffic.libsyn.com/bahnhofskino/Bahnhofscast_Episode_58.mp3 (ca. 49 MB)

Quelle: New Line Cinema

Montag, 10. Dezember 2012

A Nightmare on Elm Street 3 - Dream Warriors (USA 1987) - ein paar Gedanken...

Nerds aus aller Herren (und Damen) Länder sind sich einig: Nightmare on Elm Street 3 - Freddy Krueger lebt ist der letzte gute Freddy-Film. Relativierend und um etwas kritische Distanz bemüht wird dann gerne anschließend im Flüsterton hinzugefügt, dass das zweite Sequel zum Original von Wes Craven auch derjenige Teil ist, der die Filmreihe beinahe unwiederbringlich in eine Endlosschleife aus albernen Todesszenen und mehr oder weniger witzigen Punchlines katapultierte. Aber der dritte Nightmare-Horrorfetzen ist viel mehr als der 80er-Cheese in Werbeclipästhetik mit bizarren Morden und zynischen One-Linern ("Welcome to prime time, bitch!"), als der er geliebt wird. Er ist nur logisch konsequent im kulturellen Kontext seiner Entstehung und dadurch eines der ehrlichsten B-Movies seiner Zeit.

US-Kinoplakat. Quelle: New Line Cinema

Lasst uns einen kurzen Blick zurück auf den 1985 auf die Menschheit losgelassenen Nightmare 2 - Freddy' Revenge (Nightmare 2 - Freddys Rache) werfen. Dieser ließ jegliches inszenatorische Geschick vermissen, katapultierte Freddy gar in die reale Welt (ein in diesem Fall missglückter Twist, den man für New Nightmare [Freddy's New Nightmare, 1994] wieder aufgriff) und wurde letztendlich bekannter für seinen sexuell desorientierten Protagonisten denn für Suspense und Schocks. Ein künstlerischer Flop, aber kommerziell immens erfolgreich. Es musste also schnell weiter gehen. Aber selbst ein Geschäftsmann wie Bob Shaye, Head Honcho des damals überwiegend für John Waters-Grostesken bekannten Studios New Line Pictures, erkannte schnell, dass das erste Freddy-Sequel keinen narrativen und inszenatorischen Raum ließ, um den filmischen Geldesel zur Serienreife zu bringen.


Thailändisches Kinoplakat. US-Kinoplakat. Quelle: New Line Cinema

Die Produzenten zogen ähnliche Schlüsse wie die Macher der ungleich mieseren Freitag der 13.-Reihe und ließen für Dream Warriors alle Ernsthaftigkeit und Ambition, halbwegs subtilen Psychohorror zu inszenieren, sausen. Größer, lauter besser und auch ein bisschen dümmer, so lautete die Devise. Und ja, letztendlich auch noch einmal finanziell wesentlich erfolgreicher als Freddy's Revenge. Zwar ist letzteres kein Qualitätsmerkmal, sichert aber (lasst uns mal ehrlich sein!) einer mehr von der Profitgeilheit der Produzenten als von künstlerischem Ehrgeiz angetriebenen Horrorfilmserie das Überleben. Und hey, letztendlich gäbe es ohne New Line Cinemas Aufstieg als güldener Phoenix aus der Asche des Low Budget-Schlocks heute weder Peter Jacksons Herr der Ringe-Trilogie noch die wunderbarste aller Filmreihen über kreative Todesarten, Final Destination.


Französisches Kinoplakat. US-Kinoplakat. Quelle: New Line Cinema

Gibt es überhaupt Alternativen dazu, ein Horror-Franchise (das böse Wort) nach den ersten Teilen dem kommerziellen Irrsinn zu opfern? Ich weiß es nicht. Selbst als Freund ironiefreier Horrorkost schätze ich den Wahnsinn eines A Nightmare on Elm Street 3 (und Teile von Nightmare 4 bis 6) tausendfach mehr als die pflichtbewusste Langeweile der Halloween-Reihe, die nach dem wunderbaren Season of the Witch nur noch immer gleiche Variationen des Originals von John Carpenter hervor brachte, ohne dessen Klasse zu erreichen. Da half es auch nicht, im achten Teil Busta Rhymes kickboxenderweise gegen Michael Myers antreten zu lassen. Und ein ach-so erwachsenes und zeitgemäßes Remake des ersten Nightmare? Gimme a break!


Britisches Kinoplakat. US-Kinoplakat. Quelle: New Line Cinema

Mein Auge mag nostalgisch getrübt sein, aber ich mag den ollen MTV-Freddy.

Dienstag, 7. August 2012

A Nightmare on Elm Street reloaded (2010) - Remake-Horror unter der Lupe

Die Neuauflage des Wes Craven-Klassikers versinnbildlicht alles, was man mit dem Remake eines Horrorfilms - egal ob 20 oder 30 oder 70 Jahre alt - falsch machen kann. Ich hasse Listen. Ich hasse fast alle Remakes.

Es folgt eine Liste über typische Fehler bei Horrorfilm-Remakes.

"Ich wünschte, Sie hätten mir wenigstens ein cooles Makeup verpasst anstatt dieses Latexpuddings!"

1. Der Regisseur aka The Video Clip Boy Wonder: oh Wow, also Samuel Bayer ist dieser hippe Musikvideo-Regisseur (yeah!), der schon Natalie Imbruglia , Robbie Williams und Justin Timberlake (woah!) in Musikclips eindrucksvoll in Szene setzte (phat!). Natürlich kann er dies ebenso mit einer Ikone des Horrorfilms wie Freddy Krueger tun (damn right!). Immerhin hat Produzent Michael Bay ja schon beim *räusper* großartigen The Texas Chainsaw Massacre Remake von 2003 ähnlich gute Erfahrung mit MTV-Auteur Marcus Nispel gemacht. Gedankengang: Jugendliche lieben Musikvideos >> Jugendliche lieben Slasherfilme >> Jugendliche hassen alle Filme, die älter als fünf Jahre sind >> Jugendliche gucken keine Filme, die vor dem Jahr 2000 entstanden sind, aber lieben zeitgemäße Slasherfilm-Remakes von Musikvideo-Regisseuren.

Yeah, right. Fuck off!


2. Das Remake als Best-of Version des Originals: den Originalfilm einfach nur zu replizieren, liegt zwar schon im Namen des "Remakes". Dass man aber mit ein wenig Intelligenz und Herzblut einem alten Stoff neue Facetten abgewinnen kann, beweisen Filme wie Jonathan Demmes Neuauflage von The Manchurian Candidate (2004) oder John Carpenters The Thing (1982). Bay und Bayer (i.e. die Steigerungsform von Bay) entschieden sich allerdings dafür, ihre Lieblingsmomente aus Nightmare 1984 heraus zu picken und sie 1:1 zu kopieren ...lieblos und ungeachtet der Tatsache, dass ein filmisches Bild vielleicht beim zweiten Mal nicht den gleichen Schockeffekt erzielt wie beim ersten Mal; und dass auch Timing, Musik und Schauspielführung bei so einem Unterfangen eine wichtige Rolle spielen. Andererseits: Produzent und Regisseur gehen offenbar davon aus, dass niemand im Publikum Wes Cravens Originalfilm kennt und daher auch keine Vergleiche anstellt. Weil: siehe letzter Satz von Punkt 1.)


3. Die Effekte - Größer, Lauter, Langweiliger: die Behauptung, dass der 1984er A Nightmare on Elm Street effekttechnisch grandios wäre, ist natürlich albern. Man merkt der Originalversion ihre Low-Budget-Wurzeln deutlich an. Die Entscheidung, Freddys Pizzateig-Visage niemals bei voller Beleuchtung zu zeigen, entspringt zu Teilen Wes Cravens Unzufriedenheit mit den damaligen Makeup-Effekten. Und auch die mühsam an Drahtseilen aufgehängten Krakenarme des Bösewichts oder der Blob, in dem Nancys (Heather Langenkamp) Füße bei der finalen Flucht im Treppenhaus versinken, ist als eher amateurhafter Effekt leicht zu durchschauen. Was will ich damit sagen? DIE EFFEKTE DES ORIGINALFILMS SIND NICHT DER GRUND, WARUM A NIGHTMARE ON ELM STREET EIN KLASSIKER DES HORRORGENRES IST! Lieber Bay und Bayer: uninnovatives CGI, alberne Kameratricks und mehr Gore machen euer Remake weder spannender noch sonstwie besser. Ein guter Spannungsaufbau durch effektvolle Beleuchtung, stimmungsvollen Score und ein solides Drehbuch lässt sich nicht durch computergeneriertes Bling-Bling und akustische Schockeffekte ausgleichen. Bitte noch einmal diesbezüglich die Schulbank drücken!

Déjà vu? Was 1984 funktioniert, schockt in 2010 allemal ...oder?!


4. Unheimlich und Mysteriös vs. "Wir erklären den Zuschauern alles GANZ genau": Weniger talentierte Filmemacher, Marketingleute mit ach-so-toller Zielgruppenkenntnis, Jugendschutzbehörden und verunsicherte Studiobosse haben die unangenehme Eigenart, Filmschurken zu vermenschlichen und zu erklären. Gründe dafür sind vielfältig: a) ein weniger talentierter Filmemacher hat nicht die cojones in der Hose, das unbeschreiblich und unerklärbare(!) Böse rein visuell darzustellen im Vertrauen darauf, dass allein die spannende Inszenierung das Publikum fesselt. Die origin story muss als narrative Krücke herhalten. b) der Zielgruppenforscher informiert die d) Produzenten oder sonstige Geldgeber darüber, dass die Story viel zu konfus, anspruchsvoll oder sonstwie verwirrend für das vermeintliche dumme, junge Publikum des Films sei. Andererseits interessieren sich diese verrückten (crazy!) Teens ja immens für die psychischen Probleme und persönliche Agenda des Bösewichts und würde diesen auch gerne in einem sympathischeren Licht sehen. Also wieso bauen wir nicht einfach 15 Minuten Flashbacks ein und stellen die Frage in den Raum, ob Fred Krueger nicht eigentlich doch ein ganz netter Kerl ist und zu unrecht einen grausamen Feuertod starb. Und c) [die Jugendschutzbehörde] schreit auf, "Tolle Idee! So ist der Typ auch gleich weniger bedrohlich und der Film weniger bedrückend. Damit kriegt ihr auch eine Jugendfreigabe." Immerhin war ja auch ein Meisterwerk wie Alfred Hitchcocks Psycho (1960) nur deswegen so ein Erfolg, weil uns in den abschließenden zehn Minuten des Films ein Psychologe en detail die seelischen Abgründe von Norman Bates erklärte.

Ach ja: ^^Sarkasmus!


5. Laber Rhabarber ist mein letztes und kürzestes No-No-No, an das ich mich hiermit auch halten möchte: effektive Horrorfilm-Bösewichter quatschen uns nicht die Ohren blutig. Konnte sich keiner der Macher von Nightmare anno 2010 daran erinnern, warum die Originalserie qualitativ den Bach herunterging? Weil Freddy nicht aufhören konnte, zu schwafeln und zum König der One-Liner wurde. Man stelle sich Alien (1979) vor mit einem redseligen Außerirdischen? Oder Leatherface, der Shakespeare zitiert. Oder gar Hannibal Lector, der nicht mehr jedes Wort mit Vorsicht wählt sondern babbelt als gäb'sch kei Morgen. Brrrr! Es schaudert mich. Die Filmemacher und der neue Freddy-Darsteller Jackie Earle Haley sind hiermit verurteilt zum Nachsitzen in der Robert Englund School of Fucking Creepy Silence.

Bis dahin gilt: Note Sechs - Setzen!
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