Freitag, 29. November 2019

Episode #328: Delicatessen (F 1991) & Vidocq (F 2001)

Um unsere Gespräche nach einigen überlebensgroßen Filmen in den letzten Monaten nicht allzu belastend werden zu lassen, widmen wir uns in dieser Woche der Leichtigkeit des französischen Kinos. Dabei ist zumindest Vidocq (2001) angesichts seines digitalen Effektgewitters produktionstechnisch ein ganz schönes Schwergewicht. Und auch der pittoreske Delicatessen (1991) überrascht mit heftigen Gemeinheiten, die wir in dieser Intensität gar nicht mehr auf dem Schirm hatten. Noch dazu herrscht große Uneinigkeit über die Qualität des Gezeigten. Kurzum: Essig war's mit Friede, Freude, Französisches Kino. Vielleicht sollten wir uns gar nicht mehr an gemutmaßter leichter Kost versuchen. Hmpf!

Timecodes:
  • 00:00:50 - 00:54:30 Filmgespräch Delicatessen (Jean-Pierre Jeunet, Marc Caro, 1991)
  • 00:54:30 - 01:30:25 (Ende) Filmgespräch Vidocq (Jean-Christophe 'Pitof' Comar, 2001)

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Podcast abspielen:

Podcast Download: DeliVidocq.mp3 (ca. 90 MB)

Kommentare:

  1. Lieber Patrick, lieber Daniel,

    vielen Dank für diese tolle Folge. Ich hatte mir "Delicatessen" vor knapp dreißig Jahren ausgeliehen und nach etwa der Hälfte abgebrochen, zurückgespult und angewidert in die Videothek zurückgebracht. Eure Folge hat mich nun neugierig gemacht, und ich habe mir den Film nochmal angeschaut. Und was soll ich sagen: Ich war total bezaubert, und besonders vom fulminanten Ende total umgehauen. Vielleicht bin ich altersmilde geworden, oder es liegt daran, dass ich zwischenzeitlich mehrere Wes-Anderson-Filme über mich ergehen lassen musste. Auf jeden Fall aber liegt es an den Ansätzen und Deutungen, die ihr in dieser Podcastfolge gegeben habt, und mit deren Hilfe ich den Film für mich erschließe konnte. Dafür vielen Dank, und bitte weiter so!

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    1. Vielen Dank für die netten Worte. Es freut uns immer sehr, wenn wir dazu verführen können, sich wieder mit Filmen auseinanderzusetzen, die etwas in Vergessenheit geraten sind.

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  2. Merci für die Besprechung der beiden Filme. Ich find Delicatessen total faszinierend und vermute, dass der Retro-Look von Jeunet eingesetzt wird, um klar zu mach wie die Gesellschaft funktioniert, wie zB im Märchen "es war einmal ein junger Prinz..." alles sagt was man über die Situation wissen muss. Ich bin beim sehen dann sofort bereit zu akzeptieren, dass der Fleischer mittels seines Monopols die Macht und die Loyalität aller Hausbewohner hat, denen wiederum im Traum nicht einfallen würde vegetarisch zu leben, weil macht man nicht. Die Position des Fleischers wird nur vom Froschmann und den Maisdieben in Frage gestellt, die Außenseiter sind, wie die promiskuitive Dame aus dem Haus auch.
    Was mir beim (sogar wiederholten) Anhören erst gekommen ist: außer dass sie die Machtverhältnisse akzeptieren, können die übrigen Bewohner zur Gemeinschaft nichts beisteuern.
    Herzliche Grüße.

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