Freitag, 9. Dezember 2016

Podcast #194: 1995

Vor gut zwei Jahrzehnten war die Filmwelt in Multiplexkinos - abhängig vom Blickwinkel - genau so wundervoll oder beschissen wie sie es heute ist. Jahre bevor Marvel, Harry Potter und YA-Adaptionen jeden potentiell profitablen Hirnfurz zum Mega-Franchise mit Budget in dreistelliger Millionenhöhe aufbliesen, ließen Bond, Babe, Braveheart und John Doe die Kinokassen klingeln. Wo sind die Trüffelchen unter den Kinohits des Jahres 1995 zu finden? Und welche Lichtblicke haben es sich auf den hinteren Plätzen der Top 100 in den deutschen Kinocharts bequem gemacht? Daniel und Patrick nehmen sich alles vom Beinahe-Desaster Star Trek: Generations bis zu den irdischen Freuden von Before Sunrise zur Brust. Und als Bonus kommentieren wir die Trübsal deutscher Kinokomödien mitte der neunziger Jahre.

Die Kinocharts 1995 bei InsideKino zum Mitlesen.

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Dennis Hopper in WATERWORLD (1995). Quelle: Universal

Kommentare:

  1. Zu Patricks Kommentar zu Batman Forever, dass er den Eindruck hat, jeder, der mal einen Satz ins Drehbuch geschrieben hat, darf sich Produzent nennen. Das ist 100% so. Ich höre sher gerne den Podcast "Harmon Town" von Community-/"Rick & Morty"-Showrunner Dan Harmon und der hat neulich erzählt, dass die Macher von Doctor Strange ihn eine Sache zu Dimensionsportalen gefragt hatten und *zack* hatte er seinen Producer-Credit.

    Da fällt mir auch ein, zu eurer letzten Jahresausgabe wollte ich auch eine Dan-Harmon-Anekdote preisgeben. Denn er hat mal aus dem Nähkästchen geplaudert, dass "Good Will Hunting" als der Sündenfall Hollywoods für Drehbuchautoren gilt. Denn so ziemlich das einzige, was aus dem Drehbuch von Matt Damon und Ben Affleck letztendlich im Film landete, war wohl "intelligenter Junge", während ein offiziell nie bekanntgewordener Script-Doctor eigentlich den Film geschrieben hat. Und jeder in Hollywood weiß es wohl, schweigt aber darüber ...

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    1. Danke für die Anekdoten. Letztere kannte ich noch nicht, erscheint mir aber glaubwürdig angesichts der mangelnden Ambition der Herren Affleck und Damon, sich gelegentlich als Drehbuchautoren zu beweisen. Ihr gemeinsames Zweitlingswerk GERRY setzt sich angeblich zu gleichen Teilen aus den geistigen Ergüssen Gus van Sants und improvisierten Dialogen zusammen.

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  2. Zwei Anmerkungen. "Frankenstein" von Branegh war nach "Dracula" von Coppola und "Wolf" von Mike Nicols Sonys dritter Film die klassischen Monster neu zu verfilmen. Es folgte noch "Mary Reily" von Stephan Frears als Jekyll und Hyde- Verfilmung. Das war es dann.
    Ferner ist "Clueless", nicht wie Daniel meinte Shakespeare, sondern Jane Austens Emma in moderner Form.

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    1. Danke für die Anmerkungen und Korrekturen. WOLF hatte ich tatsächlich fast vergessen, aber auch damals schon nicht in diese Reihe mit den anderen beiden Titeln gestellt, da ihm der literarische Bezug fehlt. Lohnt sich der Frears-Film? Ich habe ihn noch nicht gesehen.

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    2. Der Film war ein ziemlicher Flop. Aber ich mochte den Film damals. Vor allem weil er weniger auf Special Effects setzt sondern das Drama in den Mittelpunkt stellt. Und Frears hat in dieser Zeit sowie so keinen schlechten Film gemacht. Doch um ehrlich zu sein ich hab ihn auch seit der Erstaufführung nicht wieder geschaut und kann nicht wirklich sagen, ob er in den 20 Jahren gut gealtert ist.

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