Donnerstag, 30. Juni 2016

Podcast #174: Visitor Q (J 2001) & Leben und Tod einer Pornobande (SRB 2009)

Takashi Miike ist ist nicht nur einer der produktivsten sondern auch kontroversesten Filmemacher unserer Zeit. Mit Audition (1999), Ichi the Killer (2001) und Visitor Q (2001) hat er um die Jahrtausendwende diesen Ruf auch jenseits seiner japanischen Heimat in Stein gemeißelt. Letztgenannte Satire rund um Inzest, Mord und Vergewaltigung ist auch erstes Thema unseres Podcasts, bevor wir uns Mladen Djordjevics Leben und Tod einer Pornobande (2009) widmen. Der serbische Filmemacher hat auch so manches Trauma aus der Zeit rund um den Anbruch des neuen Jahrtausends zu verarbeiten. Und dabei geht es absolut nicht jugendfrei zu.

Mit Stargast Daniel 'Bartel' Franz von Multiple Filmstörung.

Lob, Kritik und Filmwünsche bitte an patrick[at]bahnhofskino.com.

Timecodes:
  • 00:00:25 - 00:36:00 Filmrezension Visitor Q (Takashi Miike, 2001)
  • 00:36:00 - 01:17:15 (Ende) Filmrezension Leben und Tod einer Pornobande (Mladen Djordjevic, 2009)

Podcast abspielen:


Leben und Tod einer Pornobande (2009) von Mladen Djordjevic. Quelle: Screenshot Bildstörung DVD

Kommentare:

  1. Hallo und danke für diese erfreulich Episode. Ich habe nur eine kleine Anmerkung zu Visitor Q bzw. dessen Produktion. Der war wohl Teil einer Reihe namens "Love Cinema", wo man wohl zeigen wollte, wie toll die digitale Technik für Low-Budget-Produktionen ist. Das ganze zählt man wiederum zum Bereich V-Cinema (den habt ihr ja, glaube ich, auch erwähnt), was einfach nur Filme sind, die für den Videomarkt produziert werden. Bei uns würde man heute wohl direct-to-DVD sagen. Da sind in Japan die Budgets in der Regel extrem klein und die Drehzeiten liegen oft bei 1-2 Wochen. Dafür haben die Regisseure relativ viel Freiheit eben auch etwas extremere Filme, wie diesen hier, zu drehen und so kommt es auch, dass Leute wie Miike oder Sion Sono dann eben auch mal 5-10 Filme im Jahr machen. Das war alles in den 90ern und frühen 2000ern ein Riesending und war entsprechend die große Chance für viele Regisseure, die damals anfingen. Momentan scheint es aber auch da einige Probleme zu geben, man konzentriert sich wohl eher auf große oder noch viel kleinere Produktionen usw.. Ich bin mal gespannt, ob das im Laufe der Zeit durch Streamingdienste usw. nochmal größer wird.

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    1. Danke für die Infos und deine Gedanken dazu!

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    2. Eine von Netflix produzierte Miike-Serie würde ich auf jeden Fall gucken! :D
      Leider (oder vielleicht auch zum Glück) wurde Miike aufgrund seines Beitrags für die von Showtime produzierte Horror-Anthologie-Serie Masters of Horror als zuschauergiftiger Buh-Mann gebrandmarkt und soweit ich weiß hat er bis dato nicht mehr für den amerikanischen Markt gearbeitet.
      Zu meiner Schande muss ich gestehen das ich keinen der anderen Love-Cinema-Beiträge gesehen habe. Wer war denn da noch so hinter der Kamera bzw. gibt es da noch andere Empfehlungen? lg Bartel

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