Sonntag, 22. November 2015

Podcast #147: Nekromantik (BRD 1987) & Die Nacht der reitenden Leichen (ESP 1971)

Irgendwie waren sie immer bei uns: der freundlich lächelnde, ewig junge Blondschopf Jörg 'Butti' Buttgereit, der uns in allen deutschsprachigen Genre-Fanzines gemeinsam mit Manfred Jelinski zur Briefbestellung seines Schaffens auf VHS motivieren wollte; und die untoten Tempelritter, die in vier Spielfilmen aus den Händen Amando de Ossorios das RTL-Nachtprogramm unsicher machten. Wir blicken einige Jahrzehnte zurück und suchen nach dem magischen Bauchgefühl, das der mutmaßlich(!) verbotene Schatz einer Videokassette von Nekromantik (1987) bei uns auslöste. Außerdem: Die Nacht der reitenden Leichen (La Noche del Terror Ciego, 1971) - ein Titel, der so viel verspricht, dass der Film dahinter dieser Verheißung kaum gerecht werden kann. Oder doch?

Timecodes:
00:00:25 - 00:03:40 Intro
00:03:40 - 00:43:15 Nekromantik (Jörg Buttgereit, 1987)
00:43:15 - Ende Die Nacht der reitenden Leichen (Amando de Ossorio, 1971)

Lob, Kritik und Filmwünsche bitte an patrick[at]bahnhofskino.com.

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Kommentare:

  1. Der Laden der englische Videokassetten hatte, aber nicht das Videodrom war, hiess INCREDIBLY STRANGE VIDEO, dann später kurzzeitig MANN BEISST FILM, und dann nix mehr. Ich habe wunderbare Erinnerungen an den Laden, da ich dort mit der Karte meiner Mutter (!), die da selbst NIE was geliehen hat, ausleihen konnte und es nie jemand gemerkt hat. Kurz vor meinem 18. Geburtstag haben die dann auf PC umgestellt, vorher war es ne schnöde Unterschriftenliste mit der die Ausleihe geführt wurde. Da war dann erst einmal Essig mit Ausleihe. Da hab ich auch ganz tolle Werke entdeckt, u.a. eben das Gesamtwerk von Buttgereit. Allerdings mochte ich DER TODESKING und SCHRAMM immer lieber als die beiden Leichenliebewerke.

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    1. Ich habe mich bei Incredibly Strange Video auch gerne mit Original-Tapes und ebenso Comics versorgt - allerdings per Mailorder, da ich in dessen Blütezeit in den 90ern noch in der nordhessischen Provinz lebte und darauf angewiesen war, dass mich Onkel Videodrom, der Moviestar-Shop und eben ISV aus der Ferne mit wertvollem Kulturgut versorgten. Immerhin hatte meine damalige Heimat Kassel mit dem Video-Film-Shop (die älteste Videothek Deutschlands, in der regelmäßig ausgesuchte Prominzenz wie Sibylle Rauch, Zachi Noy oder Will Williams vorbei schauten) auch eine legendäre Brutstätte für die sittliche Verrohung durch das Heimkino zu bieten. Buttgereit oder Psychotronisches aus dem Untergrund fand man dort allerdings nicht.

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  2. Zumindest unter Leuten, die sich in Deutschland näher mit Horror und Splatter befassen, sollte sich das eigentlich endlich rumgesprochen haben: Die BPjM beschlagnahmt nicht und hat auch nie beschlagnahmt. Sie kann lediglich Anzeige erstatten, wenn sie einen Film für strafrechtlich bedenklich hält. Darüber entscheidet dann aber eigenständig der Staatsanwalt. Die meisten Beschlagnahmungen sind ohnehin nicht auf eine Anzeige der BPjM zurückgegangen. Bei "Nekromantik 2" war das eh definitiv nicht der Fall, weil der Film nie indiziert gewesen ist.

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