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Sonntag, 14. Dezember 2008

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Danger: Diabolik (I/F 1968) - Review [R1]

Mit John Phillip Law, Marisa Mell, Michel Piccoli, Adolfo Celi, Terry Thomas u.a.
Musik: Ennio Morricone
Kamera: Antonio Rinaldi
Produktion: Dino De Laurentiis, Bruno Todin
Buch: Mario Bava, Brian Degas, Tudor Gates, nach Diabolik von Angela und Luciana Giussani
Regie: Mario Bava



Mario Bavas Ausflug in die Welt der Comics (it. Fumetti) ist ein immens vergnügliches Juwel des europäischen Films der 60er Jahre. Erstmals veröffentlicht wenige Jahre nach dem Erfolg der französischen Fantomas-Verfilmungen und kurz nach dem Start der verkitscht-albernen Batman-Fernsehserie mit Adam West, markiert Danger: Diabolik zusammen mit dem fast gleichzeitig erschienenen Barbarella (1968) den Höhepunkt des Comicfilm-Booms dieser Ära. Basierend auf den damals (und bis heute) in Italien sehr populären Fumetti von Angela und Luciana Giussani inszeniert der Maestro des Horrors einen herrlich überdrehten Trip in eine Welt voller größenwahnsinniger Schurken, trotteliger Polizisten und sexy Mädels.

John Phillip Law spielt Diabolik, einen genialen Meisterdieb, der sich ebenso wie viele Bond-Bösewichter nicht mit Kleinigkeiten wie Handtaschenraub und simplen Banküberfällen zufrieden gibt, sondern die Herausforderung sucht. In der Eröffnungsszene sehen wir ihn beim Raub des (wie ein Charakter kurz zuvor betont) "größten Barvermögens, das jemals auf öffentlichen Straßen transportiert wurde". Doch dies dient nur als Appetizer für Diaboliks spätere Coups, die an Finesse, Dramatik und Actiongehalt stetig zunehmen. Böse Zungen würden behaupten, seine Geliebte und Komplizin Eva (Marisa Mell) sei es, die ihn dazu antreibt, sein Leben wieder und wieder für Unmegen an Barem und Juwelen auf's Spiel zu setzen. Geld scheint das ultimative Aphrodisiakum in dieser Beziehung zu sein, der erst in den letzten, tragikomischen Momenten des Films eine gewisse Ernsthaftigkeit zuteil wird.

Alle Coups des zum Helden stilisierten Kriminellen bereits hier zu nennen wäre dem erstmaligen Sehgenuss dieses Streifens sicher nicht zuträglich. Der materielle Schaden, den Diaboliks Gegener erleiden müssen (ganz zu schweigen von mutmaßlich tausenden Menschenleben, die in einer kurzen, wahrhaft diabolischen Sequenz ausgelöscht werden), ist jedenfalls enorm und nur der Charme der Charaktere und Hauptdarsteller hält uns davon ab, Eva und Diabolik nicht als kaltblütige Terroristen sondern als sympathische Antihelden zu akzeptieren. John Phillip Law bietet als titelgebender Held eine starke darstellerische Leistung indem er seine Gestik und Mimik während seiner zahlreichen Streifzüge ins comichafte überhöht und in den ruhigeren Momenten des Films kalt, beinahe stoisch wirkt. Die kühle Fassade Laws schmilzt allein in den romantischen Momenten mit Marisa Mell dahin, die bis zur Halbzeit des Films größtenteils als erotische Staffage dient und erst später aktiver in die Handlung eingreift. Ihre einfallsreich gestalteten Kostümchen enthüllen jedenfalls mehr als sie verbergen und Mell trägt sie lasziv aber immer würdevoll zur Schau. Und mehr Tiefgang in der Charakterisierung wäre in einem Comic-Spektakel wie Danger: Diabolik auch wirklich fehl am Platz.


Technisch versiert von Mario Bava (der auch am Drehbuch mitschrieb) in Szene gesetzt bietet Danger: Diabolik einen Vorgeschmack auf die überbordende Comic-Ästhetik Barbarellas und Mike Hodges' Flash Gordon. Man tut diesem actiongeladenen und mit wunderschönen Matte Paintings und einigen weniger wunderschönen Rückprojektionen geadelten Werk beinahe Unrecht, wenn man sein Budget von nur $400.000 nennt. Tatsächlich sieht man dem Film in fast keinem Augenblick die sparsame Hand Bavas an, der in den Jahren vor Danger: Diabolik bereits zahlreiche Horrorfilme mit einem Bruchteil dieses Betrags vollendet hatte. Neben Spezialeffekten, Verfolgungsjagden per Auto, Zug und Helikopter bleibt ihm aber immer noch Zeit für den ein oder anderen klassischen Bava-Moment, so z.B. als er eine denkwürdige Nahaufnahme von Christopher Lees nach seiner Geliebten greifenden Hände in La Frusta e il Corpo beinahe 1:1 wiederverwendet. Die Beteiligung Ennio Morricones kam durch den einflußreichen Produzenten Dino De Laurentiis zustande und sein Score verleiht dem Film eben den finalen Touch, der Danger: Diabolik aus der Obskurität hervorhebt und ihn hoffentlich bald so populär macht, wie es ihm zusteht. Morricone steuert eine leichtfüßig verspielte Begleitmusik bei, deren kurze doch prägnante Melodien zum Mitsummen verlocken. Und der Titelsong Deep Deep Down dürfte jedem, der den Film gesehen hat, noch für viele Wochen in den Gehörgängen nachklingen.



Bild:Das Bild wurde zwar nicht restauriert, die vorhandenen Filmelemente liegen aber in bestmöglicher Qualität vor. Einige Einstellungen mit Spezialeffekten weisen starke Verunreinigungen auf, für einen Film dieses Alters ist die Videoqualität insgesamt jedoch erstaunlich gut und der DVD-Transfer nahezu perfekt.

Ton:
Die hier vorliegende englische Tonspur in mono 2.0 wird zwar keinen Surroundfetischisten vom Hocker reißen, bietet aber adäquate akkustische Begleitung für einen Film dieses Alters. Die Synchronisation ist weitestgehend gelungen und erspart sich krampfhaft witzige comic voices für die Nebendarsteller, wie sie offensichtlich bei der Erstveröffentlichung Verwendung fanden. Da sich die Hauptdarsteller selbst synchronisierten ist auch die Nichteinschließung des italienischen Soundtracks verzeihlich.

Extras:
Der Audiokommentar mit Hauptdarsteller John Phillip Law und Bava-Experte Tim Lucas ist amüsant und hält gekonnt Balance zwischen dem Erzählen von Anekdoten und der Vermittlung technischen Know-Hows. Die sehr amüsante und informative Doku From Fumetti to Film erzählt mit Hilfe von Comic-Historikern und prominenter Fans die Entstehungsgeschichte Diaboliks und enthält sogar Interviews mit Produzent De Laurentiis und Ennio Morricone. Der Kinotrailer verrät wieder mal viel zu viel über den Plot und das von Danger: Diabolik inspirierte Musikvideo Body Movin' der Beastie Boys (mit optionalem AK von Adam Yauch) rundet ein liebvoll zusammengestelltes Set an Extras ab. Ein Bravo! an Paramount für diese vorbildliche DVD-Umsetzung.



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Auf einer Skala von Hervorragend – Sehr gut – Gut – Okay – Mäßig – Schlecht
Film: Hervorragend
Bild: Sehr gut (1.85:1 anamorphic widescreen)
Ton: Sehr gut (Englisch DD 2.0 mono)
Extras: Sehr gut (Audiokommentar von John Phillip Law und Tim Lucas, Dokumentation, Kinotrailer, Musikvideo)

Dienstag, 9. Dezember 2008

Aussie Hell: THE PROPOSITION (2006)

Mit leichter Verspätung nun ein kurzer Blick auf eines DER Kinohighlight der vergangenen Jahre: The Proposition (welches in seiner Ozzi-Heimat bereits Ende 2005 premierte).


Der Gedanke, dass sich bisher kein deutscher Verleih für den zynischen Western aus dem Lande Oz gefunden hat, erstaunt mich doch sehr. Oder vielleicht auch nicht. Immerhin ist John Hillcoats auf einem Drehbuch von Rockbarde Nick Cave basierender Film eine höchst pessimistische und brutale Angelegenheit. Auf der Mission, seinen jüngeren Bruder aus den Klauen des erbarmungslosen Captain Stanley (Ray Winstone) zu retten, hinterlässt der wegen Vergewaltigung und Raubmord angeklagte Charlie (Guy Pearce) ein Blutbad im Outback. In kontrastreichen Bildern fangen Regisseur Hillcoat und sein Kameramann Benoît Delhomme die unerträgliche Hitze und den omnipräsente Geruch von Tod und Verwesung im australischen Outback des späten 19. Jahrhunderts ein. Caves Drehbuch ist dabei ein Musterbeispiel an wortkarger Effizienz. Alle Charaktere reden nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt und bewahren dadurch ihre Härte und rätselhafte Aura. Allein die wunderbare Emily Watson in der Rolle der Frau Captain Stanleys bringt kurzzeitlich auch etwas menschliche Wärme in den hitzigen Film. Doch auch sie muss in den finalen Momenten erkennen, das für Mitgefühl und Leidenschaft kein Platz ist in dieser Welt, in der allein ein Revolver und eine schnelle Hand über Leben und Tod entscheiden.


Bleibt zu hoffen, dass dieses mit Preisen überhäufte und prominent besetzte (u.a. mit Danny Huston, David Wenham und John Hurt in einer kleinen Paraderolle) Werk auch bald in Deutschland auf die Leinwände der Lichtspielhäuser gebracht wird. Das bisher im internationalen Kino nur eine Randexistenz führende Aussie Cinema hätte es dringend nötig und mit diesem wahren Meisterwerk auch sicherlich verdient.

Donnerstag, 6. März 2008

Cracker [Für alle Fälle Fitz] (1993-1995) - Kurzrezension

I smoke too much, I drink too much, I gamble too much... I am too much.



Cracker ist die beste Krimiserie der 90er Jahre, ach was, die beste Serie aller Zeiten. Immens erfolgreich während ihrer Erstausstrahlung in den Jahren 1993 bis 1995 auf ITV, hat sie in ihrer britischen Heimat alle bedeutenden Fernsehpreise abgeräumt und auch in Deutschland als Für alle Fälle Fitz eine treue Anhängerschaft gefunden (trotz typisch kuscheligen ZDF-Titels und unpopulärem Sendeplatz mitten in der Nacht von Sonntag auf Montag). Was erstaunt ist die Kompromisslosigkeit, mit welcher Cracker seine Charaktere und den Norden Englands portraitiert. Manchester scheint nur so bevölkert von Psychopathen, Vergewaltigern, Serienmördern, Neonazis, Hooligans und pädophilen, religiösen Fundamentalisten. Noch schlimmer: unser Protagonist, eindrucksvoll verkörpert von Robbie Coltrane, ist ein spielsüchtiger, alkoholkranker, ketterauchender Zyniker, der mit seiner Arroganz sowohl Kollegen wie auch Familie immer wieder vor den Kopf stößt. Ach ja, außerdem ist er ein brillanter Psychologe, dessen Unterstützung sich die Polizei in Manchester bei der Suche und Vernehmung Krimineller bedient.

Der Ton in Cracker ist ruppig. Vor allem die von Jimmy McGovern verfassten Episoden (er schrieb sechs der neun Fernsehfilme) zeigen zerbrochene, vielschichtige Charaktere in einer ebenso unerbittlichen Welt. Keiner der Kriminellen ist hier nur ein eindimensionaler Schurke mit Hang zu Mord und Totschlag. Die meist durch ihren Außenseiterstatus in Gewaltakte flüchtenden Mörder und Vergewaltiger haben eine Stimme und oft auch erstaunlich einleuchtende Gründe (aus ihrer Perspektive) für ihr Tun. Dr. Edward ‚Fitz’ Fitzgerald nimmt sich Zeit, diese Motive zu durchleuchten und den Wahnsinn hinter der oft unschuldig-naiven Fassade seines Gegenübers zu durchleuchten. Das prototypische Beispiel für Fitz’ Vorgehen ist die zweieinhalbstündige Doppelfolge To Be a Somebody: Der geschiedene, in einem aussichtlosen Job steckende Liverpool-Fan Albie (Robert Carlyle) verliert seinen Vater. Wut und Trauer über seine verzweifelte Lage entladen sich im Mord an einem indischen Kioskbesitzer. Albie entdeckt das Töten als kathartische Handlung und macht sich im Neonazi-Outfit daran, andere für sein persönliches Leid und die von einige Jahre zuvor im Fußball-Stadion von Hillsborough durch Randale und Polizeibrutalität ausgelöschten Leben von 96 Footie-Fans zu bestrafen. Im Gegensatz zum Gros der Kriminaldramas werden die Beweggründe Albies ernst genommen, das menschliche Drama niemals der Krimihandlung untergeordnet.


Zwar kennen wir in den meisten Folgen von Beginn an den Täter und folgen ihm/ihr/ihnen bei der Ausübung von Mord und Totschlag, doch büßt die Serie dabei nichts von ihrer Spannung ein. Am intensivsten wird es oft genau dann, wenn der Täter bereits geschnappt wurde und Fitz sich mit Witz, Intelligenz, Bosheit und Penetranz in die Seele des Kriminellen bohrt, um diesem die wahren Motive für sein Tun zu entlocken. Diese Segmente nehmen oft ein Drittel der Gesamtlaufzeit einer Episode in Anspruch und sind der hauptsächliche Aspekt, durch den sich Cracker wohltuend vom Krimi-Einheitsbrei abhebt. In der Verquickung von privatem Drama, hochspannenden Thriller-Stories und tiefschwarzen, hochintelligenten Humor liegt der Triumph der Serie begründet. Zudem werden selbst periphere Charaktere niemals zu Stichwortgebern oder Witzfiguren degradiert (ein Negativemerkmal der ansonsten wunderbaren und Cracker beinahe ebenbürtigen HBO-Serie The Sopranos).

Es gäbe noch soviel mehr zu lobpreisen (beispielsweise die starken Frauenrollen, verkörpert von Barbara Flynn als Fitz' Gattin und Geraldine Somerville als DS "Panhandle"), aber am besten erfährt man Cracker wohl selbst. Herausragende Darsteller, starkes Drama, spannende Krimihandlungen und nicht zuletzt die vielen unerwarteten Plotwendungen machen die Serie zu einem einmaligen, die Intelligenz der Zuschauer fordernden TV-Erlebnis, das bis zum Ende der finalen Episode immer wieder überrascht.


Die drei Staffeln von Cracker - Für alle Falle Fitz sind überall im Handel auf DVD erhältlich

Montag, 18. Februar 2008

Mit dem Zweiten sieht man älter (aus), oder: Bildungsauftrag à la ZDF

Eine kleine Ergänzung zum sehr treffenden Kommentar von Jens Jessen in der ZEIT vom 14. Februar hinsichtlich des immer boulevardesker (sprich: dem Privatfernsehen immer ähnlicher) werdenden Programm von ARD und ZDF und der zunehmenden Ghettoisierung anspruchsvoller Sendungen in öffentlich-rechtlichen Spartenkanälen wie 3sat und Arte. Inwiefern unser täglich TV-Brot tatsächlich immer weniger nahrhaft (sprich: dümmer) wird oder es nicht etwa schon immer war, darüber kann man streiten. Mal ehrlich, ist die einst biedere Unterhaltung à la Am laufenden Band oder Was bin ich? den lauten Trash-Formaten wie Schlag den Raab und Deutschland sucht den Superstar wirklich überlegen oder einfach nur eine andere Form des gleichen Übels, die wir heute retrospektiv als Unterhaltungsprodukte der guten alten Zeit nostalgisch verklären? Natürlich nicht, doch erfreut sich der Themenkomplex "Früher war alles besser" seit Jahrzehnten ungebrochener Popularität, auch schön zu erkennen an der glücklicherwese langsam abebbenden "Ostalgie"-Welle, aktuellen Debatten um fette Kinder (slim is the new fat!) und der derzeitige Besessenheit junger Hollywoodfilmer mit Stilmitteln des 80er-Jahre-Kinos.

Was Herr Jessen in seinem klugen ZEIT-Beitrag aber tatsächlich vergessen hat, ist, dass nicht nur Menschen mit einem IQ über Raumtemperaturniveau unbeschadet die großen öffentlich-rechtlichen Kanäle gucken möchten, sondern auch wir "jungen Hüpfer" unter 60. Vor allem das ZDF macht sich einer Programmplanung schuldig, die für ein ansatzweise gebildetes Publikum unterhalb des Rentenalters kaum zu konsumieren ist. Reihen wie Das kleine Fernsehspiel und das bereits wohlwollend von mir kritisierte Talkformat Roche+Scobel sind wochentags erst nach Mitternacht aufzufinden und/oder werden nicht konsequent fortgesetzt.


(AP Photo/Tiergarten Nürnberg, Ralf Schedlbauer)
Was uns bleibt, ist ein Start in den Tag mit dem biederen Fernsehfrühstück Volle Kanne, randvoll gepackt mit Verbrauchertipps für Hunde-, Blumenliebhaber und geriatrisch Erkrankte. Danach grüßt die ach-sooooo-niedliche "Flocke" aus dem Nürnberger Zoo und strahlen uns die Botoxbacken einer Daily Soap aus dem TV-Kasten an, bevor es dann mit der 173ten Kochshow nach VOX- und Jamie Oliver-Muster weitergeht. Ach ja, zur Mittagszeit gibt's außerdem ein weiteres Mal Volle Kanne, nennt sich aber nun Drehscheibe Deutschland und hat einen anderen Moderator. Nachmittags wiederholt sich das Spiel mit Tiersendungen und täglichen Schmonzetten, doch -welch Freude!- diesmal brandaktuell und nicht etwa in der Wiederholung wie zuvor. Es folgen anrührende Schicksale kleiner Nilpferdbabys und Dramen um eingerissene Fingernägel von C-Promis bei Charityveranstaltungen im hippen Boulevardmagazin Leute heute. Über die Zeit bis zum Beginn von heute, die mittlerweile mehr Werbeplattform für im Programm nachfolgende ZDF-Formate wie WiSo und 37Grad ist denn seriöse Nachrichtensendung, retten uns die gestandenen Recken der SoKo Leipzig, SoKo Rhein-Main, SoKo Kitzbühel, SoKo Wismar oder SoKo Kleinhinterspiekendorf. Je nach Stimmung und Wochentag gönnt man dem gebeutelten GEZ-Zahler dann abends entweder Carmen Nebel, eine unglaublich bewegende Pilcher- oder Lindström-Verfilmung, das Forsthaus-Falkenau, unseren Charlie oder ein anderes süüüüüüüßes Tier aus dem ZDF-Fundus, die im Urlaub von ihrem Kurschatten geneppte Omi in Aktenzeichen XY ...ungelöst oder aber hochseriöses Infotainment aus den Händen von Guido Knopp (Hitlers vegetarische Lieblingsrezepte) oder Theo Koll (Klassisches Frontal21-Thema: "Warum Sie als Mensch über 50 am besten gar nicht mehr Ihr Haus verlassen sollten... den die Welt da draußen ist B-Ö-S-E!"). Ins Bettlein bringt uns dann JBK, der, wenn er denn gerade nicht mit den Charmegranaten Sarah Wiener oder Johann Lafer kocht, bestimmt gerade mal wieder unglaublich fesselnde Stories aus Dieter Bohlen, Verona Poth oder Sky Dumont herausquetscht.

Liebe ZDF-Programmplaner, macht weiter so... ich bin sicher, Millionen volkstümelnder aber ansonsten soziophober Senioren danken euch für diese wöchentlich 168 Stunden leicht verdaulicher TV-Monotonie. Aber bitte, lieber Markus Schächter, klicken Sie doch bitte mal auf den Link am Fußende dieser Seite und schicken mir eine eMail, denn ich würde Ihnen gerne meine Bankverbindung mitteilen, wohin Sie die von mir in den letzten zehn Jahren gezahlten Rundfunkgebühren überweisen können. Vielen Dank.

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