Mittwoch, 12. Dezember 2012

Podcast #22: Gnadenlos überschätzte Filme

Wir teilen in dieser vorweihnachtlichen Woche unsere Gedanken zu heftigst verehrten Filmen (oder gar *trommelwirbel* Meisterwerken!) mit euch, die wir für gnadenlos überschätzt halten. Dass "überschätzt" nicht gleichbedeutend ist mit "mies", soll dabei gleich zu Beginn mal klar sein. Und somit versuchen wir uns denn auch an etwas differenzierterer Kritik als ihr das von irgendwelchen Nerd-Troll-Foren ("Yo dude, Casablanca sucks ASS!") gewohnt seid. Wir hatten eine Menge diskussionsfreudigen Spaß bei der Aufnahme unseres Podcast und hoffen wie immer, dass es euch beim Lauschen ähnlich geht. Aufgrund ihrer epischen Länge von über zwei Stunden - ein neuer Rekord ...mal wieder - ist diese Episode unseres Bahnhofscasts übrigens auch für längere Bahn- und Autofahrten geeignet. Sit back, relax, enjoy.

Ich freue mich über digitalen Schriftverkehr an patrick@bahnhofskino.com, Kommentare in diesem Blog oder auf unserer Facebookseite (siehe unten). Merci beaucoup!

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Podcast abspielen:

Podcast Download: http://traffic.libsyn.com/bahnhofskino/Bahnhofscast_Episode_22.mp3 (ca. 59 MB)


Ob FORREST GUMP auch Erwähnung (oder gar Gnade) bei uns findet? Quelle: funnyjunk.com

Kommentare:

  1. Hallo wertes Podcast-Duo,

    ich habe mir den Podcast mittlerweile zwei mal angehört (viele Bahnfahrten)und finde ihn wirklich überaus interessant, auch wenn einem -wenn man die Podcast-Reihe verfolgt, wie ich es ja tue- einiges schon bekannt sein könnte. Aber nicht weiter wild.

    Ich habe mir während des Hörens und darüber hinus zu dem Gesagten auch mal überlegt, wie ich denn eigentlich zu den genannten, überbewerteten Filmen stehe und insbesondere bei Matrix und Forrest Gump sehe ich es vielleicht etwas anders:

    Vorweg: Ich möchte euch nicht korrigieren oder gar kritisieren, denn es ist gerade bei diesem Thema alles SEHR SUBJEKTIV, aber ein gewisser Dialog sollte "erlaubt" sein.

    Mein Eindruck war/ist, dass ihr in "Forrest Gump" zu viel reininterpretiert. Ich habe ihn damals und auch heute immer mehr wie ein Märchen oder eine einfache Geschichte, die einem erzählt wird, gesehen, ohne dass mir versucht wird irgend eine Message zu vermitteln. Und ich finde dies macht der Film bzw. macht Steven Spielberg auch recht gut. Ich glaube, dass das was ihr kritisiert habt (Stichwort Beatles-Song oder Glückskeksweisheiten) eher mit einem Augenzwinkern zu sehen wäre und nicht als ernstgemeinte "Lehre" (mir fällt grad kein anderes Wort ein), die man aus diesem Film ziehen soll.
    In der Summe also """lediglich""" ein Film über das Leben und die Erlebnisse einer FIKTIVEN Person.

    Der zweite Film, bei dem ich nicht ganz mit eurer Meinung konform gehe ist "Matrix". Ich gehe davon aus ihr bezieht euch nur auf den ersten Teil.Über die anderen beiden brauch man nicht sprechen, die sind Müll.
    Ich als "Otto-Normal-Film-Dödel" (mit Ambitionen auch mal über den Tellerrand hinaus zu schauen) kenne die Sachen nicht, an denen Matrix sich bedient haben soll / bedient hat. Kann meine Meinung also wirklich nur rein auf Matrix und dem was ich da gesehen habe fußen lassen. Ich finde es auch etwas "unfair", wenn man diesen Film mit diesem Argument als überbewertet bezeichnet, dann aber nicht auch gleichzeitig dieses Attribut "Pulp Fiction" zuspricht.
    Ähnlich wie wir es ja auch schon bei "Terminator" hatten, glaube ich, dass dieser Film weniger wegen seiner (guten oder schlechten) Story so gehyped wurde, sondern wegen der erstmalig so revolutionär eingesetzten Spezialeffekte, die ja auch fort an eckelhaft übertrieben überall verwendet wurden.
    Ihr hattet es ja auch meine ich gesagt, der Film kam halt zu rechten Zeit, weil es so etwas vorher in dieser Form nicht gab.
    Ihn nun, wo CGI und SFX normalität und nochmals um ein vielfaches verbessert sind, als überbewertet zu bezeichnen finde ich nicht ganz fair.
    In diesem Fall müsstet ihr womöglich in 1 bis 2 Jahren wahrscheinlich auch "Avatar" als überbewertet halten.
    Will mich nun aber auch nicht als Anwalt von Matrix "aufspielen".
    Er hat zwar durchaus seine Schwächen, aber ohne diese lächerliche Superman-Nummer am Ende und nur als ein Film wäre er relativ weit oben in meiner Top 50(?).

    Soviel dazu.
    Wie gesagt, das ist nur meine Meinung und die ist alles andere als in Stein gemeißelt oder geschweige denn allgemeingültig.

    In diesem Sinne,
    macht weiter so, ich bleibe euch gewogen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Mirco

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    1. Lieber Mirco,

      danke für deine kritischen Worte. Zu Forrest Gump möchte ich sagen, dass ich eben mit einer anderen Haltung an den Film heran trete als du, was mich letztendlich den Film weniger positiv auffassen lässt. Ich vermute eben doch, dass ein Filmemacher wie Robert Zemeckis mit einem ambitionierten Projekt wie Forrest Gump, dass ja damals technisch immens aufwendig war, teuer und prestigeträchtig besetzt, etwas mehr will als nur eine einfach Geschichte erzählen. Dafür sprechen auch Zemeckis' Filme nach FG wie CONTACT (den ich sehr schätze) oder CASTAWAY (den ich recht gern mag), die ja auch für Mainstreamverhältnisse sehr ambitioniert sind. Ich glaube, dass da sehr viel vom Filmemacher und Autor betreffend deren Sicht aufs Leben und was man daraus machen sollte, drinsteckt. Und das sind einfach Ansichten und Werte, die ich - abseits davon ob man es jetzt gelungen oder kitschig-platt findet wie diese vermittelt werden - nicht teile. Ich denke, FG ist ein Abbild des mir so fremden US-amerikanischen Hurrapatriotismus, der die Mentalität einer Nation feiert, in der selbst der größte Naivling die Welt bewegen kann. Zudem steckt der Film voll tief konservativen Gedankenguts - Schuster, bleib bei deinen Leisten. Übermut tut selten gut. Home sweet home etc... all das widerspricht meiner Sicht auf das Leben, die geprägt ist vom Ehrgeiz, viel zu lernen, wagen, Erfahrungen zu sammeln und dabei vielleicht auch mal auf die Schnauze zu fallen - aber eben aus EIGENEM Antrieb heraus. Die Figur des Forrest Gump ist ein unselbständiger Depp, der von anderen durch das Leben geschubst wird und mit seiner Beschränktheit das Leben anderer irgendwie positiv beeinflusst. Ich glaube, als simples Märchen funktioniert er vielleicht tatsächlich ganz gut, allerdings hat sowohl Kinopublikum wie Presse wie auch die Academy Awards den Film damals abgefeiert wie eines der Meisterwerke der 90er... und das ist er nicht und darum auch in meinen Augen überschätzt.

      Andererseits sollte man tatsächlich nichts auf die Academy Awards geben... immerhin gewinnt selbst Sandra Bullock für sowas wie THE BLIND SIDE einen Oscar und LA CRASH wird bester Film des Jahres :D

      Deine Gedanken zu THE MATRIX werde ich morgen mal mit Daniel besprechen. Ich finde deinen Einwurf durchaus berechtigt und möchte das in der Podcast, die wir morgen aufzeichnen, aufgreifen.

      Besten Gruß
      Patrick

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  2. American History X ist meiner Meinung nach auch sehr überschätzt. Vielleicht wäre der Film sogar einen Podcast wert.

    Besten Gruß
    Dennis

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