Freitag, 29. Juni 2012

Podcast #5 - Die Goonies (USA 1985) & Im tiefen Tal der Superhexen (Beneath the Valley of the Ultra-Vixens, USA 1979)

Wir lieben unsere Hörer. Und wir wollen es allen Recht machen. Daher schenken wir euch (für umsonst!) diese Woche eine spielfilmlange und besonders schizophrene Episode unserer Show. Wir sprechen über The Goonies, dem einer von uns beiden wesentlich freundlicher gesinnt ist als der andere. Außerdem genehmigen wir uns im Anschluss Körbchengröße Doppel-D und wagen uns ins Tiefe Tal der Superhexen, das letzte große Werk des Sleaze-Auteurs Russ Meyer. Es wird heiß, dreckig und lustig. Wir klöppeln das ganze Kladderadatsch zusammen mit jeder Menge Off-Topic BlaBla über Rassismus im Opus Steven Spielbergs und das RTL-Nachtprogramm der frühen 90er Jahre.

Sexy, wirr, pervers - was denkt IHR über den Bahnhofskino Podcast? Bei Gefallen bitte fleißig teilen via Facebook, Twitter oder sonstwie... wir freuen uns, wenn ihr uns weiter empfehlt. Feedback bitte an patrick@bahnhofskino.com. Großes Danke wie immer für Intro, Outro und diverse Musikschnipsel an Dan-O @DanoSongs.com!

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Nostalgie kann trügerisch sein...

Momentan geistert die Kunde über eine bevorstehende Blu-Ray-Veröffentlichung (am 2. Oktober 2012 in den USA) durch das Internetz, die mich für einige Sekunden in Sorge um die geistige Gesundheit großer Teile der online-affinen Menschheit versetzte. (zwei Mal "Geist" im ersten Satz... meine Rhetorik schwächelt. Und ja, das "Netz" in "Internetz" ist Absicht. Lustig, oder?) Die Rede ist vom 1987er Cannon-Kiddietrash Masters of the Universe. Warum legt sich da plötzlich voller Sorge meine Stirn in Falten? Weil ich bereits vor meinem geistigen (schon wieder!) Auge die ellenlangen Threads in diversen Foren vor mir sah, in denen kleine und große Jungs ihre Liebe zu He-Man und Co. erklären, allen Dolph Lundgren-Verweigerern en detail erläutern, warum der dänische Hüne dem Van Damme oder dem Seagal überlegen ist (Sakrileg!), und dass "der He-Man Film" sowieso einer der tollsten Sci-Fi Abenteuerstreifen der der 80er Jahre ist.

Drew Struznan-Poster lassen jeden drittklassigen Film wie ein Meisterwerk aussehen. Woah! Quelle: impawards.com

Full Disclosure: Masters of the Universe ist uninspirierter Mainstream-Müll, erdacht von zynischen Produzenten, und diente einst lediglich dem Zweck, überteuerte Plastik-Actionfiguren zu verkaufen. Lundgren ist seiner Rolle als Retter des Universums zwar körperlich gewachsen, doch sein nicht vorhandenes Schauspieltalent nebst fragwürdigem Akzent pfuschen ihm ins Handwerk. Gwildor ist ein sehr unlustiger Sidekick, neben dem selbst Jar-Jar Binks aussieht wie der König der Komödianten. Alle weiteren Charaktere werden auf eine kümmerliche Charaktereigenschaft reduziert (der verfressene beste Kumpel Duncan, dessen eifersüchtige Tocher Teela, das dümmliche Teenie-Pärchen Monica Geller und Tom Paris, der zungeschnalzende aber ansonsten planlose Oberbösewicht Skeletor, und so weiter...) und inspirieren beim Betrachten des Films höchstens zum häufigen An-die-Stirn-packen-und-Kopf-schütteln. Zudem wurden durch einen simplen Plot-Twist große Teile der Handlung von He-Mans Heimatplaneten Eternia in ein US-Kleinstädtchen des Jahres 1987 verlegt. So spart man mal eben ein paar Millionen Dollar Budget für aufwendige Sets und sonstigem Bling-Bling. Wobei dies vielleicht nicht einmal sooo verkehrt ist, wenn man die gruselige Qualität der Spezialeffekte bedenkt. Noch mehr davon und mein Herz bliebe stehen. Zitat aus der Werbekampagne für Masters of the Universe: "It's the Star Wars of the 80s." Ha!

Hat einer von euch den Scherz bemerkt? Zunge schalzen. Skeletor. Skeletor = Skelett. Get it? GET IT?!? Ach, egal. vergesst es.

*seufz!*

Um den Bogen zurück zu meiner anfänglichen Befürchtung zu schlagen, dass jeder nostalgiebesoffene Mensch/Mann zwischen 25 und 40 jetzt aufgrund der Meldung über eine HD-Jubiläums-Edition (25th Anniversary Blu-Ray Special Edition) dieses Machwerks völlig ausrastet. Was ist geschehen? Nichts. Nada. Niente. Nothing. Die Welt dreht sich weiter, kundige Nerds freuen sich auf Indiana Jones und E.T. (1982) in HD und lassen He-Man und seine tumben Gesellen links liegen. Bisher wurden keine hysterischen Facebook-Postings, in spastischer Verzückung verfasste Blogbeiträhe und lauthälsige, episch lange Threads in Foren dazu gesichtet. Hurra! Ein Sieg der Schwarmintelligenz über die Schwarmdummheit. Und sowieso, wo endet die Nostalgie und geht über in Verblendung und Dummheit?

Um die letzte Frage zu beantworten und das Thema würdig zu beschließen: wir werden diesen kleinen gedanklichen Exkurs in Form einer Podcast zum Thema Nostalgie et cetera fortführen. In zwei Wochen in diesem Blog. Bis dahin... Adios!

Freitag, 22. Juni 2012

Podcast #4 - Videodrome (CAN 1983) & Blue Velvet (USA 1986)

Wir gucken tief in die Abgründe der menschlichen Seele und sprechen über zwei moderne Klassiker: Video-fucking-Drome von David Cronenberg und Blue Velvet von David fucking Lynch. Und was für ein Staraufgebot diese Woche: Isabella Rosselini, Dennis Fuck! Hopper, James Woods, Dean "Al" Stockwell, Debbie Harry und Nomi Malones Fuckbuddy-Agent aus Showgirls höchstpersönlich geben sich die Ehre. 70 Minuten exquisite akustische Unterhaltung mit einer Menge explicit language erwarten euch - und das meiste davon geht auf das Konto von Frank Booth. Also bestens geeignet für den Weg zur Arbeit und zurück, im Büro, oder zum Einschlafen.

Mögt ihr den Bahnhofskino Podcast? Dann bitte fleißig weiterempfehlen und teilen via Facebook, Twitter oder sonstwie... schreit es in die Welt hinaus! Feedback bitte an mail@bahnhofskino.com. Merci beaucoup für Intro, Outro und diverse Musikschnipsel an Dan-O @DanoSongs.com!


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Dienstag, 19. Juni 2012

Susan Tyrrell ist tot. Goodbye, Queen Doris!

Quelle: susantyrrell.com

Gestern schon wurde bekannt, dass die wunderbare Susan Tyrrell im Alter von 67 Jahren den Weg alles Irdischen gegangen ist. Noch vor wenigen Wochen sprachen wir in unserem Podcast über das Bizarro Musical Forbidden Zone (1980), in dem Tyrrell eine der großartigsten Darbietungen am Ende ihrer Karriere bot - als bösartige und lüsterne Königin. So wundervoll der Film auch ist, am meisten wird mir die exzentrische Schauspielerin mit ihrer berührenden (und Oscar-nominierten!) Performance als "Oma" in Fat City (1972) in Erinnerung bleiben. Ein wundervolles Spätwerk von John Huston, dessen Herzstück die Beziehung zwischen Tyrell und Stacy "Mike Hammer" Keach ist.

Egal ob der dazugehörige Film schlecht oder gar großartig war, Tyrrell verlieh jeder ihrer Rollen eine besondere Note - irgendwo zwischen charmant und geisteskrank, manchmal gar beides - und machte den Streifen besser. Susan, du wirst mir fehlen *schnief!*

Freitag, 15. Juni 2012

Podcast #3 - Dämonen 2 (Dèmoni [1985]) & The Lost Boys (1987)

Diese Woche verausgaben wir uns wieder mal in Spielfilmlänge zu zwei kultisch verehrten Horrorstreifen mit sehr ähnlichen Zielgruppen - halbstarke Jungs und hysterische Teeniemädels. Zuerst dreht sich alles um den hierzulande unsinnigerweise mit Dämonen 2 betitelten Dèmoni von Lamberto Bava und Dario Argento. Ihr glaubt, Woody Allens Stardust Memories sei das berührendste Meta-Film-im-Film-Highlight des Jahres 1985 gewesen? Weit gefehlt! Hardrock, Koks, Guts 'n Gore und ein Blick aufs nächtliche Westberlin der 80er - schöner wird's nicht. Oder doch? In der zweiten Hälfte unseres Podcast dreht sich alles um einen der ersten großen Hits des späteren Batman Forever-Auteurs Joel Schumacher: The Lost Boys mit Jack Bauer, Jamie Yummy! Gertz und den beiden Coreys. Da werden Kindheitserinnerungen wach, was Daniel und mich zu jeder Menge off-topic Gequatsche verleitet. Ich hoffe, ihr habt ebenso viel Spaß beim Zuhören wie wir beim Palavern. Wir freuen uns schon aufs nächste Mal und trotzen weiter dem EM-Wahnsinn.

Mögt ihr den Podcast? Dann bitte fleißig weiterempfehlen und teilen via Facebook, Twitter oder sonstwie... meinetwegen gar analog. Feedback bitte an mail@bahnhofskino.com. Dickes Dankeschön wieder mal für Intro, Outro und diverse Musikschnipsel an Dan-O @DanoSongs.com!



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