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Montag, 4. März 2013

Episode #31: Steampunk Galore!

Knarzen, Knacken, Rattern, Zischen Dampfen - Steampunk kann so Vieles sein und dennoch gibt es immer noch viel zu wenige Podcasts darüber. Wir gleichen dieses popkulturelle Defizit aus und widmen uns in dieser Woche filmischen Werken, die eine Brücke schlagen zwischen dem prä-industriellen Zeitalter und heutiger Moderne und dabei tief in die Science Fiction-Fantasy Grabbelkiste greifen. Wir widmen uns Hits (20.000 Meilen unter dem Meer, USA 1954), so-lala-Filmen (Steamboy, J 2004), und auch so manchem Flop (Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen, USA 2003) und gehen der Faszination, die dieses Subgenre auf viele Menschen ausübt, auf den Grund. Naja, wir versuchen's zumindest. Und zugegebenermaßen hat auch nur einer von uns wirklich Ahnung von diesem Thema. Wer es ist, findet ihr beim Zuhören schnell heraus. Ähem...

Sieben(!) halbwegs aktuelle Film-Leckerlis im Intro gibt es außerdem. Diese sind [Amazon-Links] James Bond 007: Skyfall (2012), Die Halbstarken (1956), The Imposter (2012), The Expendables 2 (2012), Die tollen Abenteuer des Monsieur L. (1965), Vertigo (1958) und Die Muppets (2012).

Feedback, Filmvorschläge und sonstiges an patrick@bahnhofskino.com. Danke!

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Mittwoch, 2. Januar 2013

Episode #24: Runaway Train - Express in die Hölle (USA 1985) & Masters of the Universe (USA 1987)

Zwei Knaller aus der Cannon-Schmiede, Heimat vieler 80er berühmt-berüchtigter 80er Actionklopper, erwarten euch diese Woche. Das erwachsene Publikum darf sich auf Andrej Konchalovskys meisterlichen und eiskalten Thriller Runaway Train - Express in die Hölle freuen. Herr Gramsch und meine Wenigkeit sind sich hier mal so gar nicht einig über die Qualität des Films. Aber naja, immerhin finden wir Filmgeschmackstechnisch bei Masters of the Universe wieder zueinander, einer Verfilmung der Zeichentrickserie basierend auf mordsmäßig erfolgreichem Mattel-Plastikspielzeug. Es wirken mit: der alte Recke Dolph Lundgren als He-Man, Frank Langella als Skeletor, und die junge Courteney Cox als Monica Geller. Oder so ähnlich. Außerdem gibt's mal wieder ein viel zu langes Intro. Seufz!

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Mittwoch, 14. November 2012

Episode #19: Danger: Diabolik (I 1968) & At Midnight I'll Take Your Soul (BRA 1964)

Eine unserer wirrsten und schönsten Episoden bisher, wie ich finde. Wir spielen in dieser Woche öffentlich-rechtlicher Hörfunk und versuchen, unserem Bildungsauftrag gerecht zu werden. Dazu reden wir über zwei wunderschöne Exemplare des fantastischen Films der 60er Jahre, die hierzulande fast unbekannt sind: José Morica Marins' À Meia-Noite Levarei Sua Alma a.k.a. At Midnight I'll Take Your Soul (falls euer Portugiesisch etwas eingerostet ist), in dem wir den in seiner brasilianischen Heimat mittlerweile legendären Coffin Joe kennen lernen; und Mario Bavas Eurocrime-Comicperle Gefahr: Diabolik (Danger: Diabolik), der ja seit vielen Jahren zu meinen Lieblingsfilmen gehört und nun endlich auch in einem deutschsprachigen Podcast mal ein Plätzchen findet. Außerdem berichtet Daniel, wie ihm der neue Bond Skyfall (2012) gefallen hat, was ungeplanterweise dazu führt, dass unser Intro extrem lang und extrem Bond-lastig wird. (Ungeduldige dürfen gerne bis zu Minute 34 vorspulen) Und ach ja, wir beantworten Zuhörer-Feedback zur letzten Episode. Good stuff!


Was wollt ihr uns mitteilen? Mailt bitte an patrick@bahnhofskino.com, schreibt Kommentare in dieses Blog oder auf unserer Facebookseite. Auch gerne harsche Kritik... wir mögen es schmerzhaft. Danke!


Podcast abspielen:


Danger: Diabolik. Quelle: Paramount

At Midnight I'll Take Your Soul. Quelle: unbekannt

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Bonus Episode #5: Unser *ähem!* cineastischer Oktober 2012

Oh wie sehr freue ich mich darauf, ab nächster Woche endlich wieder regelmäßig mit meinem liebsten Co-Host Daniel über filmische Mach- und Meisterwerke von Sleaze bis Arthouse podcast-technisch zu schwadronieren. Als kleinen Appetitanreger auf The Return of the Bahnhofskino Podcast Anfang November palavern wir improvisierterweise über ein gutes Dutzend mehr oder weniger aktuelle Filme, die uns im Oktober erfreut haben.

Nicht vergessen: ein paar Tage lang habt ihr noch die Chance, uns Vorschläge für unser Hörerwunsch Halloween Podcast Special zu senden (an patrick@bahnhofskino.com, als Kommentar im Blog oder besucht uns beim Farcebook).

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Donnerstag, 26. Juli 2012

Podcast #8 - The Dark Knight Rises (USA 2012) & Batman hält die Welt in Atem (USA 1966)

Gibt es einen Film in diesem Sommer, der sehnsüchtiger erwartet wurde als The Dark Knight Rises, Christopher Nolans bombastischer Abschluss (or is it?) seiner Batman-Trilogie? Wir beugen uns in dieser Woche dem unbarmherzigen Mainstream und Wünschen von Millionen Kinogängern und sprechen einen Batman-Film, in dem der Titelheld kaum vorkommt. Full disclosure: wir sind eher weniger begeistert. Wir erörtern am 1966er Batman: The Movie außerdem die Frage, was denn ein guter Superheldenfilm so braucht und ob Adam West ein besserer Batman ist als Christian Bale. Oder entpuppen wir uns als Fans von Michael Keaton? Oder ist gar George Clooney der ultimative fledermäusige Superheld? Antworten darauf und noch viel mehr gibt es in unserem eeeeepischen Podcast.

Geschmack gefunden am Bahnhofskino Podcast? Hatemails, Liebesbriefe und sonstigen Nonsens bitte an patrick@bahnhofskino.com mailen. Weitere Folgen findet ihr bei iTunes oder abonniert den Feed auf www.bahnhofskino.com. Ansonsten bitte gerne teilen bei Facebook, Twitter, Google+ und Co... wir freuen uns, wenn ihr uns weiter empfehlt. Wie immer gilt: Musik courtesy of Dan-O @DanoSongs.com. Intro music powered by mein Vater. Danke!

Podcast abspielen:


Immer bunt, albern und funky: Adam West und Burt Ward als das Dynamische Duo in Batman hält die Welt in Atem (1966). Quelle: 20th Century Fox.

Freitag, 29. Juni 2012

Nostalgie kann trügerisch sein...

Momentan geistert die Kunde über eine bevorstehende Blu-Ray-Veröffentlichung (am 2. Oktober 2012 in den USA) durch das Internetz, die mich für einige Sekunden in Sorge um die geistige Gesundheit großer Teile der online-affinen Menschheit versetzte. (zwei Mal "Geist" im ersten Satz... meine Rhetorik schwächelt. Und ja, das "Netz" in "Internetz" ist Absicht. Lustig, oder?) Die Rede ist vom 1987er Cannon-Kiddietrash Masters of the Universe. Warum legt sich da plötzlich voller Sorge meine Stirn in Falten? Weil ich bereits vor meinem geistigen (schon wieder!) Auge die ellenlangen Threads in diversen Foren vor mir sah, in denen kleine und große Jungs ihre Liebe zu He-Man und Co. erklären, allen Dolph Lundgren-Verweigerern en detail erläutern, warum der dänische Hüne dem Van Damme oder dem Seagal überlegen ist (Sakrileg!), und dass "der He-Man Film" sowieso einer der tollsten Sci-Fi Abenteuerstreifen der der 80er Jahre ist.

Drew Struznan-Poster lassen jeden drittklassigen Film wie ein Meisterwerk aussehen. Woah! Quelle: impawards.com

Full Disclosure: Masters of the Universe ist uninspirierter Mainstream-Müll, erdacht von zynischen Produzenten, und diente einst lediglich dem Zweck, überteuerte Plastik-Actionfiguren zu verkaufen. Lundgren ist seiner Rolle als Retter des Universums zwar körperlich gewachsen, doch sein nicht vorhandenes Schauspieltalent nebst fragwürdigem Akzent pfuschen ihm ins Handwerk. Gwildor ist ein sehr unlustiger Sidekick, neben dem selbst Jar-Jar Binks aussieht wie der König der Komödianten. Alle weiteren Charaktere werden auf eine kümmerliche Charaktereigenschaft reduziert (der verfressene beste Kumpel Duncan, dessen eifersüchtige Tocher Teela, das dümmliche Teenie-Pärchen Monica Geller und Tom Paris, der zungeschnalzende aber ansonsten planlose Oberbösewicht Skeletor, und so weiter...) und inspirieren beim Betrachten des Films höchstens zum häufigen An-die-Stirn-packen-und-Kopf-schütteln. Zudem wurden durch einen simplen Plot-Twist große Teile der Handlung von He-Mans Heimatplaneten Eternia in ein US-Kleinstädtchen des Jahres 1987 verlegt. So spart man mal eben ein paar Millionen Dollar Budget für aufwendige Sets und sonstigem Bling-Bling. Wobei dies vielleicht nicht einmal sooo verkehrt ist, wenn man die gruselige Qualität der Spezialeffekte bedenkt. Noch mehr davon und mein Herz bliebe stehen. Zitat aus der Werbekampagne für Masters of the Universe: "It's the Star Wars of the 80s." Ha!

Hat einer von euch den Scherz bemerkt? Zunge schalzen. Skeletor. Skeletor = Skelett. Get it? GET IT?!? Ach, egal. vergesst es.

*seufz!*

Um den Bogen zurück zu meiner anfänglichen Befürchtung zu schlagen, dass jeder nostalgiebesoffene Mensch/Mann zwischen 25 und 40 jetzt aufgrund der Meldung über eine HD-Jubiläums-Edition (25th Anniversary Blu-Ray Special Edition) dieses Machwerks völlig ausrastet. Was ist geschehen? Nichts. Nada. Niente. Nothing. Die Welt dreht sich weiter, kundige Nerds freuen sich auf Indiana Jones und E.T. (1982) in HD und lassen He-Man und seine tumben Gesellen links liegen. Bisher wurden keine hysterischen Facebook-Postings, in spastischer Verzückung verfasste Blogbeiträhe und lauthälsige, episch lange Threads in Foren dazu gesichtet. Hurra! Ein Sieg der Schwarmintelligenz über die Schwarmdummheit. Und sowieso, wo endet die Nostalgie und geht über in Verblendung und Dummheit?

Um die letzte Frage zu beantworten und das Thema würdig zu beschließen: wir werden diesen kleinen gedanklichen Exkurs in Form einer Podcast zum Thema Nostalgie et cetera fortführen. In zwei Wochen in diesem Blog. Bis dahin... Adios!

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Danger: Diabolik (I/F 1968) - Review [R1]

Mit John Phillip Law, Marisa Mell, Michel Piccoli, Adolfo Celi, Terry Thomas u.a.
Musik: Ennio Morricone
Kamera: Antonio Rinaldi
Produktion: Dino De Laurentiis, Bruno Todin
Buch: Mario Bava, Brian Degas, Tudor Gates, nach Diabolik von Angela und Luciana Giussani
Regie: Mario Bava



Mario Bavas Ausflug in die Welt der Comics (it. Fumetti) ist ein immens vergnügliches Juwel des europäischen Films der 60er Jahre. Erstmals veröffentlicht wenige Jahre nach dem Erfolg der französischen Fantomas-Verfilmungen und kurz nach dem Start der verkitscht-albernen Batman-Fernsehserie mit Adam West, markiert Danger: Diabolik zusammen mit dem fast gleichzeitig erschienenen Barbarella (1968) den Höhepunkt des Comicfilm-Booms dieser Ära. Basierend auf den damals (und bis heute) in Italien sehr populären Fumetti von Angela und Luciana Giussani inszeniert der Maestro des Horrors einen herrlich überdrehten Trip in eine Welt voller größenwahnsinniger Schurken, trotteliger Polizisten und sexy Mädels.

John Phillip Law spielt Diabolik, einen genialen Meisterdieb, der sich ebenso wie viele Bond-Bösewichter nicht mit Kleinigkeiten wie Handtaschenraub und simplen Banküberfällen zufrieden gibt, sondern die Herausforderung sucht. In der Eröffnungsszene sehen wir ihn beim Raub des (wie ein Charakter kurz zuvor betont) "größten Barvermögens, das jemals auf öffentlichen Straßen transportiert wurde". Doch dies dient nur als Appetizer für Diaboliks spätere Coups, die an Finesse, Dramatik und Actiongehalt stetig zunehmen. Böse Zungen würden behaupten, seine Geliebte und Komplizin Eva (Marisa Mell) sei es, die ihn dazu antreibt, sein Leben wieder und wieder für Unmegen an Barem und Juwelen auf's Spiel zu setzen. Geld scheint das ultimative Aphrodisiakum in dieser Beziehung zu sein, der erst in den letzten, tragikomischen Momenten des Films eine gewisse Ernsthaftigkeit zuteil wird.

Alle Coups des zum Helden stilisierten Kriminellen bereits hier zu nennen wäre dem erstmaligen Sehgenuss dieses Streifens sicher nicht zuträglich. Der materielle Schaden, den Diaboliks Gegener erleiden müssen (ganz zu schweigen von mutmaßlich tausenden Menschenleben, die in einer kurzen, wahrhaft diabolischen Sequenz ausgelöscht werden), ist jedenfalls enorm und nur der Charme der Charaktere und Hauptdarsteller hält uns davon ab, Eva und Diabolik nicht als kaltblütige Terroristen sondern als sympathische Antihelden zu akzeptieren. John Phillip Law bietet als titelgebender Held eine starke darstellerische Leistung indem er seine Gestik und Mimik während seiner zahlreichen Streifzüge ins comichafte überhöht und in den ruhigeren Momenten des Films kalt, beinahe stoisch wirkt. Die kühle Fassade Laws schmilzt allein in den romantischen Momenten mit Marisa Mell dahin, die bis zur Halbzeit des Films größtenteils als erotische Staffage dient und erst später aktiver in die Handlung eingreift. Ihre einfallsreich gestalteten Kostümchen enthüllen jedenfalls mehr als sie verbergen und Mell trägt sie lasziv aber immer würdevoll zur Schau. Und mehr Tiefgang in der Charakterisierung wäre in einem Comic-Spektakel wie Danger: Diabolik auch wirklich fehl am Platz.


Technisch versiert von Mario Bava (der auch am Drehbuch mitschrieb) in Szene gesetzt bietet Danger: Diabolik einen Vorgeschmack auf die überbordende Comic-Ästhetik Barbarellas und Mike Hodges' Flash Gordon. Man tut diesem actiongeladenen und mit wunderschönen Matte Paintings und einigen weniger wunderschönen Rückprojektionen geadelten Werk beinahe Unrecht, wenn man sein Budget von nur $400.000 nennt. Tatsächlich sieht man dem Film in fast keinem Augenblick die sparsame Hand Bavas an, der in den Jahren vor Danger: Diabolik bereits zahlreiche Horrorfilme mit einem Bruchteil dieses Betrags vollendet hatte. Neben Spezialeffekten, Verfolgungsjagden per Auto, Zug und Helikopter bleibt ihm aber immer noch Zeit für den ein oder anderen klassischen Bava-Moment, so z.B. als er eine denkwürdige Nahaufnahme von Christopher Lees nach seiner Geliebten greifenden Hände in La Frusta e il Corpo beinahe 1:1 wiederverwendet. Die Beteiligung Ennio Morricones kam durch den einflußreichen Produzenten Dino De Laurentiis zustande und sein Score verleiht dem Film eben den finalen Touch, der Danger: Diabolik aus der Obskurität hervorhebt und ihn hoffentlich bald so populär macht, wie es ihm zusteht. Morricone steuert eine leichtfüßig verspielte Begleitmusik bei, deren kurze doch prägnante Melodien zum Mitsummen verlocken. Und der Titelsong Deep Deep Down dürfte jedem, der den Film gesehen hat, noch für viele Wochen in den Gehörgängen nachklingen.



Bild:Das Bild wurde zwar nicht restauriert, die vorhandenen Filmelemente liegen aber in bestmöglicher Qualität vor. Einige Einstellungen mit Spezialeffekten weisen starke Verunreinigungen auf, für einen Film dieses Alters ist die Videoqualität insgesamt jedoch erstaunlich gut und der DVD-Transfer nahezu perfekt.

Ton:
Die hier vorliegende englische Tonspur in mono 2.0 wird zwar keinen Surroundfetischisten vom Hocker reißen, bietet aber adäquate akkustische Begleitung für einen Film dieses Alters. Die Synchronisation ist weitestgehend gelungen und erspart sich krampfhaft witzige comic voices für die Nebendarsteller, wie sie offensichtlich bei der Erstveröffentlichung Verwendung fanden. Da sich die Hauptdarsteller selbst synchronisierten ist auch die Nichteinschließung des italienischen Soundtracks verzeihlich.

Extras:
Der Audiokommentar mit Hauptdarsteller John Phillip Law und Bava-Experte Tim Lucas ist amüsant und hält gekonnt Balance zwischen dem Erzählen von Anekdoten und der Vermittlung technischen Know-Hows. Die sehr amüsante und informative Doku From Fumetti to Film erzählt mit Hilfe von Comic-Historikern und prominenter Fans die Entstehungsgeschichte Diaboliks und enthält sogar Interviews mit Produzent De Laurentiis und Ennio Morricone. Der Kinotrailer verrät wieder mal viel zu viel über den Plot und das von Danger: Diabolik inspirierte Musikvideo Body Movin' der Beastie Boys (mit optionalem AK von Adam Yauch) rundet ein liebvoll zusammengestelltes Set an Extras ab. Ein Bravo! an Paramount für diese vorbildliche DVD-Umsetzung.



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Auf einer Skala von Hervorragend – Sehr gut – Gut – Okay – Mäßig – Schlecht
Film: Hervorragend
Bild: Sehr gut (1.85:1 anamorphic widescreen)
Ton: Sehr gut (Englisch DD 2.0 mono)
Extras: Sehr gut (Audiokommentar von John Phillip Law und Tim Lucas, Dokumentation, Kinotrailer, Musikvideo)