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Freitag, 9. Januar 2015

Podcast #105: Strange Days (1995) & Climax! Casino Royale (1954)

In unserem ersten Podcast im Jahr 2015 werfen wir einen Blick zurück auf die fiktive Silvesternacht 1999-2000 im 1995er Blockbuster Strange Days von Kathryn Bigelow und James Cameron. Zu verwirrend? Zu viele Zahlen? Keine Sorge, unser zweiter Redebeitrag zum allerersten Erscheinen von 007 ist simpler gestrickt. Wir verraten euch, warum ein zynischer Kerl wie James 'Jimmy' Bond nicht auf den kleinen Bildschirm gehört. Die Episode Casino Royale aus der TV-Serie Climax! findet ihr hier.

Im Intro genannte Filme mit Amazon-Links (soweit verfügbar): Schwestern des Bösen (1973), Hexen bis aufs Blut gequält (1969), Die Tribute von Panem 3.1 (2014), Das finstere Tal (2014), A Liar's Autobiography (2012), Tatort: Der irre Iwan (2015) und Californication - Season 7 (2014).

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Angela Bassett in STRANGE DAYS (1995) Quelle: Lightstorm Entertainment

Freitag, 12. Dezember 2014

Podcast #104: Twin Peaks - The Entire Mystery (1990-1992)

Knapp zwei Stunden sprechen die Herren Gramsch und Lohmeier über das Serien-Phänomen Twin Peaks und den darauf folgenden Kinofilm - und haben danach immer noch das Gefühl, nur an der Oberfläche des TV-Universums gekratzt zu haben. Was macht die Charaktere und ihre Welt so besonders? An welchen Punkten scheitern David Lynch und Mark Frost? Ist das Prequel Fire Walk With Me (1992) ein adäquater Trost für die Absetzung der Serie oder überflüssig wie ein Kropf? Und was können wir von der Fortsetzung, die uns im Jahre 2016 bevorsteht, erwarten? Fragen, Fragen, Fragen--- Dum... du-dum!

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Ray Wise als crazy Leland Palmer in TWIN PEAKS (1990)

Freitag, 2. Mai 2014

Podcast #82: Das nervt! - The Sequel

Nachdem wir uns über ein halbes Jahr nicht mehr on air über einen ganzen Podcast hinweg über mehr oder weniger große Ärgernisse in und um das Kino herum echauffiert haben, werden wir wieder mal zickig. Irre Fanboys, Tod und Zerstörung ohne Konsequenzen, Celebrity Bashing der sarkastische Blick auf das eigene künstlerische Werk sind nur einige der Dinge, die uns diesmal auf die Palme bringen. Grrrr!

Kleine Spoilerwarnung: Patrick plappert viel über den ärgerlichen Film Star Trek Into Darkness (2013) aus.

Und hier ist die erste Runde Gemotze aus dem Herbst - zum reinhören und immer-wieder-hören.

Im Intro rezensierte Filme mit Amazon-Links: Bloody Birthday (1982), Blutgletscher (2013), Die unendliche Geschichte (1984), Punisher: War Zone (2008), How I Met Your Mother (2005-2014), Hunger Games (2011).


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Freitag, 4. April 2014

Podcast #79: SPOILERAMA!

Alles zum Thema Twists, narrative Hakenschläge und WTF-Momente in Kinofilmen. Was darf man verraten? Was sollte man verraten? Was muss man verschweigen? Und wenn man schon nicht nicht die Klappe halten kann und alles ausplappern muss - wie sollte man dies am besten tun? Und warum hat Patrick Angst vor Facebook? Und sowieso vor fast allem? Fragen über Fragen, auf die wir zumindest teilweise gute Antworten haben.

Spoilerfrei(!) im Intro rezensierte Filme mit Amazon-Links: Top of the Lake (2013), Grand Piano (2013), Game of Thrones: Season 3 (2013), Captain America 2 (2014), Wir Kellerkinder (1960), Das Wirtshaus im Spessart (1958), Die unendliche Geschichte (1984), Das Boot: The Director's Cut (1981/1997) und Rubbeldiekatz (2011).

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Freitag, 10. Januar 2014

Podcast #69: Und wie waren deine Feiertage, mein haariger Freund?

Patrick und Daniel müssen sich nach einer unfreiwillig langen Feiertagspause erst einmal sammeln. Hierfür kämpfen sie sich durch eine recht wirre Auswahl aktueller Blockbuster, Klassiker und Fernsehserien und stellen sich Themen wie der der Vergänglichkeit des TV-Humors und Rassimus in alten Disneyfilmen. Außerdem: Patrick feuert ein Dutzend Lieblingsfilme des letzten Jahres heraus, bevor wir mit einem ausführlichen Blick auf Wolverine - Der Weg des Kriegers (2013) den eher formlosen Premierenpodcast 2014 abschließen.  

Im Podcast erwähnte Filme mit Amazon-Links (sofern verfügbar): Olympus Has Fallen (2013), Wake in Fright (1971), Pacific Rim (2013), Die Eiskönigin - Völlig unverfroren (2013), Fringe - Season 3 (2010-2011), Trance - Gefährliche Erinnerung (2013), 12 Years a Slave (2013), Spiderman - Der Spinnenmensch (1977), Manche mögen's heiß (1959) und Onkel Remus' Wunderland [Song of the South] (1946).

Lob, Kritik und Filmwünsche bitte an patrick@bahnhofskino.com oder in den Kommentaren. Mercy! äh, Merci!

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Freitag, 6. Dezember 2013

Podcast #67: Dr. Who and the Daleks (GB 1965) meets Children of Men (USA/GB 2006)

Wer hat Angst vor Doctor Who und den Daleks? Niemand, hoffen wir. Und sollte sich doch jemand vor dem Eintauchen in das komplexe Universums des guten Doktors, der dieser Tage 50 Jahre alt wird, fürchten, so werden wir diese Ängste zerstreuen. Ganz nebenbei: der Lohmi hat von Doctor Who gar keine Ahnung - also schlimmer kann's wirklich nicht werden. Dafür liebt er einen anderen Science Fiction-Film auf britischem Terrain, nämlich Alfonso Cuaróns Children of Men. Empfindet Herr Gramsch diesbezüglich genau so? Zuhören und rausfinden, s'il vous plait...

Unsere Filme der Woche mit dazugehörigen Amazon-Links (sofern verfügbar): Before Midnight (2013), The Place Beyond the Pines (2013), Das Stendhal-Syndrom (1996), Spartacus: Vengeance (2012) und The Big Eden (2011).

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Donnerstag, 3. Oktober 2013

Bonus Podcast #10: R.I.P. Breaking Bad (2008-2013)



Wenige Fernsehserien sind so gut, dass man nach der letzten Episode noch Tage später darüber nachdenkt und es der Welt mitteilen möchte. Breaking Bad ist einer dieser seltenen Glücksfälle und mixt Herz, Verstand, Humor, Spannung, Grausamkeit und Crystal Meth zu einem unwiderstehlichen Cocktail zusammen.

Der Lohmi und Gaststar Daniel "Bartel" Franz von Multiple Filmstörung sprechen gut 62 Minuten über 62 Folgen jüngste TV-Geschichte, analysieren die letzte Staffel und das große Finale, erinnern sich an ihre Lieblingsmomente und -Figuren, üben leise Kritik, und geraten ein ums andere Mal ins Schwärmen. (Bitte entschuldigt die miese Tonqualität von ca. Minute 39 bis 46).

Selbstredend gilt: dieser Podcast enthält ***SPOILERS*** Galore! Wer Breaking Bad nicht kennt oder noch nicht alle Episoden gesehen hat, hört auf eigenes Risiko.

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Freitag, 27. September 2013

Podcast #58: Nightmare - Mörderische Träume (USA 1984) meets Fright Night - Die rabenschwarze Nacht (USA 1985)

Are you ready for Freddy... and for Jerry, the Vampire? Der Lohmi und Herr Gramsch tauchen ein in saftig-süß-klebrigen US-Horror der 80er Jahre und palavern über Wes Cravens Meisterwerk A Nightmare on Elm Street (1984) und Tom Hollands Fright Night (1985). Wir sprechen über eine Zeit, als Chris Sarandon noch beinahe ein Star und Johnny Depp beinahe ein Niemand war. Eine Zeit, als Vampire noch gruselig waren und man an jeder Ecke Freddy Krüger-T-Shirts kaufen konnte und der Lohmi darin einschlief. Ja, das war schön damals. Heute trägt er nur noch Katy Perry-Tanktops... *seufz!*

Unser Rückblick auf Filme der Woche im extra-langen Intro und passende Amazon-Links dazu: Riddick (2013), Camp 14: Total Control Zone (2012), Die Muppets (2011), The Butterfly Effect (2004), Louie - Season 2 (2011), True Blood - Season 5 (2012) und viele, viele Gedanken zu Dexter (2006-2013).

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Quelle: New Line Cinema

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Bonus Podcast #4: US-Fernsehserien und so...


Es ist Zeit für eine Bonus-Bahnhofscast (BoBaCa) vor einer kleinen Babypause von zwei, drei Wochen. Zuvor lassen Daniel und ich das Genrekino mal für ein Stündchen links liegen (schaaade!) und teilen unsere Gedanken zu einigen TV-Perlen der letzten Jahre mit euch (juhuu!): The Sopranos (1999-2007), Breaking Bad (2008-2013), Sons of Anarchy (seit 2008), Die Simpsons (seit 1989), Dexter (seit 2006). Und wir sinnieren am Beispiel von Friends (1994-2004) über die Frage, wann eine Serie ihr natürliches Haltbarkeitsdatum überschreitet und beginnt, unangenehm zu miefen. Sobald mein geschätzter Co-Host seine Studien erfolgreich beendet hat und ich endlich weiß, wie man einen Säugling windelt und sich blitzschnell vor Urinfontänen duckt, geht es im November absolut kinderfreundlich, politisch korrekt und weichgespült weiter.

Just kidding.

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Montag, 4. Juni 2007

Not Just the Best of The Larry Sanders Show (USA 1992-1998) - Review [R1]

Eine in unseren Landen fast unbekannte US-Comedyserie zu rezensieren, kann ganz schön schwierig werden. Immerhin dürften nur die wenigsten teutonischen TV-Konsumenten mit Garry Shandlings Kult-Sitcom The Larry Sanders Show (1992-1998) vertraut sein. Ende der 90er, nachdem RTL sein Kontingent alter Cheers- und Eine schrecklich nette Familie-Episoden aufgebraucht hatte, versteckte man die Serie im tiefsten Nachtprogramm, damit auch ja nicht allzu viele potentielle Zuschauer überhaupt deren Existenz bewusst werden konnten (ein Schicksal, das die Larry Sanders Show hierzulande mit Für alle Fälle Fitz und den Sopranos teilte). Meine Erinnerungen an Larry, Artie, Hank und Co. waren seitdem schon fast verblasst, zumal ich damals, umständehalber (a.k.a. Zivildienstzeit a.k.a. Zeit des Vollrausches), fast alle bei RTL gezeigten Folgen unter erheblichem Alkoholeinfluss in Anwesenheit meines gelegentlich enervierenden Kumpels Schildi (Name geändert) konsumiert hatte. Hält die Serie also auch meinem heutigen, nüchtern-kritischem Auge noch Stand, oder handelt es sich um den üblichen Comedy-Dreck, den ein Jahrzehnt voll trügerischer Nostalgie hat zu Gold werden lassen?


The Larry Sanders Show erzählt vom Alltag hinter den Kulissen einer täglichen LateNight-Talkshow. Larry (Garry Shandling), sein Sidekick Hank (Jeffrey Tambor) und Manager Artie (Rip Torn) geben in dieser von sexuell frustrierten Gagschreibern, zynischen Sekretärinnen und neurotischen Talkgästen den Ton an. Larry vereint all diese Charaktereigenschaften in sich: beziehungsunfähig, ständig frustriert, unsensibel gegenüber seine Angestellten und doch zutiefst verletzlich schlägt er sich durch seinen Job. Einzig sein Mann fürs Grobe Artie hilft ihm, so manchen Tag ohne den Griff zur Flasche oder ein paar bunten Pillen durchzustehen. Vielleicht ist es aber auch die Gewissheit, dass es seinem Freund und Kollegen Hank, dessen gekränktes Ego und Unsicherheit sich regelmäßig in cholerischen Anfällen entlädt, viel schlechter geht als ihm. Und: Larry ist berühmt, beliebt, wird von Frauen begehrt, von seinen Angestellten angehimmelt und hat (fast) alles unter Kontrolle… oder zumindest glaubt er das... hofft er das... zeitweise.


Shandling wird in seinen Eskapaden von einem wunderbaren Ensemble getragen. Neben dem wunderbar stoisch agierenden Torn und einem zwischen Selbstmitleid und Größenwahn wandelnden Tambor sorgen Penny Johnson (die böse, böse First Lady aus der TV-Serie "24"), Komikerin Janeane Garofalo ("The West Wing"), Mary Lynn Rajskub ("24") und The Daily Show-Gastgeber Jon Stewart in Gast- oder Nebenrollen für Lacher. Neben dem Auftreten vieler Stars aus dem Showbusiness (u.a. David Letterman, Robin Williams, David Duchovny, Roseanne Barr-Arnold-Whatever, Jim Carrey, Sharon Stone, Sean Penn, Elvis Costello, um nur einige derer zu nennen, die in den sechs Jahren der Show Bastard-Versionen ihrer selbst spielten) ist es vor allem die Inszenierung der Serie, welche die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen lässt. Während die Talkshow-Segmente auf Video aufgenommen wurden, bediente man sich für die normalen Spielszenen mehrer parallel auf grobkörnigem 16mm filmender Handkameras. Gepaart mit den intelligenten, schwarzhumorigen Skripts, einem gehörigen Schuss Improvisationstalent aller Beteiligten und der für den US-Kabelsender HBO typischen Redefreiheit ("Fuck you, Larry!") wurde dieser Drehstil stilprägend für Comedyshows jüngerer Zeit wie The Office, Extras [Review] und Curb Your Enthusiasm, die sich allesamt nicht vor ihrem großen Vorbild verstecken müssen.




Sony Home Entertainment veröffentlichte im April 2007, AFAIK nach jahrelangem Streit mit Rechteinhaber Brad Grey, 23 von Garry Shandling höchstpersönlich ausgewählte Episoden der Kultserie als 4-DVD-Set. Not Just the Best of The Larry Sanders Show macht seinem Namen alle Ehre: viele der enthaltenen Epsioden gehören zu den absoluten Highlights der Serie und bilden einen repräsentativen Querschnitt der wahnwitzigen Problemsituationen, in welche Larry Sanders in den sechs Jahren der Show, oftmals selbst verschuldet, geriet. Bild- und Tonqualität gehen für eine auf Video und preiswertem Filmmaterial gedrehte US-Show aus den 90ern völlig in Ordnung, allein über englische Untertitel hätte man sich noch gefreut. Das von Shandling produzierte Bonusmaterial gehört mit zum Feinsten, was sich jemals auf ein digitales Silberscheibchen verirrt hat. Neben informativen Audiokommentaren, Deleted Scenes und Interviews findet sich eine ca. 80-minütige Dokumentation über die Entstehungsgeschichte der Show. Sehr informativ und witzig, doch das Beste an diesem gar wunnebaren DVD-Set sind die Hausbesuche Shandlings bei Gaststars der Show: wir sehen ihn beim Frühstück mit Sharon Stone, im Boxring gegen Alec Baldwin, im Central Park mit Jerry Seinfeld, und beim Philosophieren mit Tom Petty. Letzteres Zusammentreffen, wie auch seine tränenreiche Begegnung mit Ex-Verlobter Linda Doucett (spielte Hanks Assistentin Darlene), ist nicht nur kurzweilig sondern ebenso hochemotional und lässt vermuten, dass die Produktion der DVD nicht nur eine Herzensangelegenheit für Shandling war sondern gleichermaßen auch Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit und Selbsttherapie. Einer Antwort auf die Frage, inwiefern Garry seinem alter Ego Larry ähnelt und umgekehrt, ist man jedenfalls nach Sichtung von Not Just the Best of The Larry Sanders Show ein gutes Stück näher gekommen. Allein hierfür sollte jeder Fan und aufgeschlossene Nicht-Fan seine Kreditkarte zücken und sich diese einmalige TV-Show einverleiben.

Freitag, 11. November 2005

"Extras" - Series 1 (GB 2005) - Short Review [R2]

Extras markiert die Rückkehr von Ricky Gervais und Stephen Merchant in die heimischen Gefilde der BBC. Nach ihrem unglaublichen Erfolg mit The Office (2001-2003) nutzte Gervais die Zeit für einen kurzen Abstecher in die Standup-Comedy bevor er sich mit seinem Kreativpartner darüber Gedanken machte, wie man den hohen Erwartungen der Zuschauer an ihn und Merchant wohl gerecht werden könnte. Das Ergebnis ist Extras, eine bisher sechs-teilige Serie über den Alltag zweier Filmkomparsen namens Andy (Gervais) und Maggie (Ashely Jensen). Gervais spielt eine nettere, wenn auch nicht zwangsläufig intelligentere Version seines Office-Charakters David Brent. Maggie ist die recht dümmliche aber liebenswürdige Busenfreundin Andys, die sich entgegen jeder Vernunft immer wieder an ihren unwesentlich smarteren Kollegen für Hilfe in Liebesdingen und Political Correctness wendet.




Die Serie bezieht, ähnlich wie The Office, einen großen Teil ihres Humors aus peinlichen Situationen, in welche unsere Hauptdarsteller immer wieder unfreiwillig geraten. So endet der Atheist Andy beispielsweise im Disco-Outfit in einer Gebetsgruppe und Maggie kann sich selbst im Beisein afrikastämmiger Kollegen den ein oder anderen ungewollt rassistischen Kommentar nicht verkneifen. Die prominenten Gaststars wie Samuel L. Jackson, Ben Stiller, Kate Winslet und Patrick Stewart spielen allesamt sich selbst, treten aber meist nur als Nebencharaktere in Erscheinung. Als genialer Schachzug Gervais' und Merchants erweist es sich, die Prominenten in entlarvender und hochnotpeinlicher Weise zu porträtieren. Wenn sich Patrick Stewart als lahme Star Trek-Kalauer erzählender Lustgreis entpuppt und sich Kate Winslet als schweinische Sextipps zum Besten gebende ("Stuck your Willy Wonka between my Oompa-Loompas!") Egomanin entpuppt, dürften selbst große Fans dieser Schauspieler Zweifel an deren Talent und Klasse entwickeln. Wie gesagt liegt jedoch das Hauptaugenmerk der Serie auf Andy und Maggie. Allein Les Dennis, ein in die Liga der C-Prominenz abgestiegener Komiker, stiehlt unseren beiden Protagonisten mit seiner absolut herzzerreissenden, zum Brüllen komischen Performance kurzzeitig die Schau.




Stilistisch ist Extras meilenweit von The Office entfernt. Statische Kameraeinstellungen und Dolly-Shots ersetzen hier die Handkamera, was der Serie etwas von ihrem dokumentarischen Charakter nimmt. Kurze, sorgsam inszenierte Szenen aus den fiktiven Filmprojekten der Berühmtheiten sehen wir in Scope, während der Rest der Handlung im TV-freundlichen Bildformat stattfindet. Warum man sich für einen derart geschliffenen Stil entschieden hat, steht zur Diskussion offen. Vielleicht wollten sich Gervais und Merchant aber nicht nur inhaltlich sondern auch visuell weitestmöglich von ihrem Erstlingswerk distanzieren... und dies ist ihnen gelungen. Extras ist die mit Abstand beste britische Comedy-Serie seit langem und kann sich mühelos mit US-Formaten wie Larry Davids Curb Your Enthusiasm und Arrested Development messen.


Die kürzlich in GB erschienene Doppel-DVD enthält alle sechs Episoden der ersten Staffel in sehr guter Bild- (16:9) und Tonqualität (stereo). Das Bonusmaterial ist mindestens so komisch wie die Serie selbst und zeigt neben einer witzigen Making of-Doku auch hysterische Outtakes, Deleted Scene und ein 10-minütiges Feature über Ricky Gervais' Vergnügnen daran, seinen Cutter mit Hilfe von Klebeband und Haushaltsutensilien zu verunstalten. Brillant!

Update: Jetzt auch auf DEUTSCH (bah!): Extras - Die komplette erste Staffel

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